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Versuchsprojekt in Neuss: Straßenlaternen werden zu E-Ladesäulen

Versuchsprojekt in Neuss : So werden Straßenlaternen zu E-Ladesäulen

Auf die Laternen an der Olympia- und Fichtestraße kommt bald eine besondere Aufgabe zu. Sie sollen in Zukunft nicht nur Licht spenden, sondern auch als Ladesäulen für E-Autos dienen.

Dabei handelt es sich um ein Versuchsprojekt des Tiefbaumanagements, das in Kooperation mit den Stadtwerken umgesetzt wird. Die beiden Straßen wurden laut Stadt ausgewählt, „da dort die erforderlichen Tiefbau- und Kabelverlegearbeiten im Zuge der anstehenden Kanal- und Straßenbauarbeiten durchgeführt werden können“.

Im Zuge des Projektes werden an mehreren Beleuchtungsmasten Ladepunkte installiert, die jeweils eine Leistung von bis zu 4,6 Kilowatt abgeben können. Mit dieser Ladeleistung könne bereits ein Großteil des alltäglichen Ladebedarfs abgedeckt werden. Eine Ausweisung der Stellplätze neben den Laternenladepunkten als „E-Parkplatz“ sei allerdings nicht vorgesehen, weil dadurch zu viele Parkplätze blockiert würden. „Im Zuge der Verkehrswende und Umstellung auf Elektromobilität steigt der Bedarf an Lademöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum. Der jetzige Ausbauzustand der Ladeinfrastruktur kann diesen erhöhten Bedarf nicht decken“, begründet die Stadt ihr Projekt. Das soll zunächst über fünf Jahre laufen und unter anderem Erkenntnisse zu den Fragestellungen liefern, ob das Laternenladen technisch durchführbar ist und ob die Ladepunkte Einfluss auf das Parkverhalten haben.

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Über den geplanten Versuchszeitraum sollen stichprobenartig Belegungs- und Verbrauchsdaten erhoben und ausgewertet werden. Anhand der gewonnenen Daten soll nach dem Ende des Versuchsprojektes eine Aussage zum Nutzen und zur Wirtschaftlichkeit des Laternenladens getroffen werden.

Die Diskussion um „intelligente Laternen“ ist im Rhein-Kreis Neuss nicht neu. In Dormagen wurde im vergangenen Jahr sogar über „Smart Poles“ diskutiert – die nicht nur als E-Ladesäule genutzt werden können, sondern auch über W-LAN verfügen.