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Neuss: Verkauf der Wohnungen im Marianum läuft

Neuss : Verkauf der Wohnungen im Marianum läuft

Neuss In der Küche stehen stark verstaubte Gläser auf dem Tisch, auf einem Unterteller liegt eine vertrocknete Kippe. In den Zimmern vermitteln Bettgestelle und gammelige Matratzen keinen Eindruck von Behaglichkeit. Es sieht nach Flucht aus. Die Tür zum Zimmer mit der Nummer M 108 steht offen. Es ist das ehemalige Beichtzimmer von Pfarrer G. Engel. Das Gefühl von Kälte und Aufbruch verfliegt beim Blick in die Marienkapelle des Collegium Marianum: Die Orgel ist unversehrt, neben dem Altar stehen die Schellen auf der Stufe, so, als wären sie gestern noch benutzt worden.

Neuss In der Küche stehen stark verstaubte Gläser auf dem Tisch, auf einem Unterteller liegt eine vertrocknete Kippe. In den Zimmern vermitteln Bettgestelle und gammelige Matratzen keinen Eindruck von Behaglichkeit. Es sieht nach Flucht aus. Die Tür zum Zimmer mit der Nummer M 108 steht offen. Es ist das ehemalige Beichtzimmer von Pfarrer G. Engel. Das Gefühl von Kälte und Aufbruch verfliegt beim Blick in die Marienkapelle des Collegium Marianum: Die Orgel ist unversehrt, neben dem Altar stehen die Schellen auf der Stufe, so, als wären sie gestern noch benutzt worden.

"Die Kapelle bleibt unversehrt", sagt Uwe Auerbach. Er ist Leiter des Vertriebs der Vivacon AG, die 2008 das Collegium Marianum dem Neusser Bauverein abgekauft hat. In dem denkmalgeschützten Gebäude werden 51 hochwertige Eigentumswohnungen entstehen. "Wir werden sensibel mit dem Gebäude umgehen, das in einem ausgezeichneten Zustand ist", so Auerbach. Neben dem Marianum wird Anfang 2010 ein neues Gebäude mit 31 Eigentumswohnungen gebaut. Der Verkauf ist angelaufen.

Der Vivacon-Prospekt spricht beim geplanten Neubau von "Evolution": "Der Westflügel des Marianums verhält sich zum historischen Baukörper wie der Spross zum Stamm". Ob der moderne Anbau tatsächlich so aussehen wird, bleibt abzuwarten. Bislang gibt es lediglich eine (positiv beschiedene) Bauvoranfrage, eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor. Auch muss die Denkmalschutzbehörde dieses Vorhaben noch genehmigen.

(NGZ)