Verdis Oper „La Traviata“ open air vor dem Zeughaus Neuss

Vor dem Zeughaus Neuss : Melodram vor dem Zeughaus

Der Verein „Music to go“ lädt zu Verdis Oper „La Traviata“ vor dem Zeughaus ein.

Bereits zum fünften Mal – und das ist in Neuss ja dann schon liebgewordene Tradition – gastiert am kommenden Sonntag vor dem Zeughaus „Music to go“. Neuss Marketing und die Zukunftsinitiative Neuss (ZIN) goutierten von Anfang an das Projekt „Operette im Espresso-Format“. Inzwischen hat sich auch das Neusser Kulturamt dem Mega-Event angeschlossen.

Hinter dem Projekt steht die auf vielen Festivalbühnen und Opernhäusern gefragte Sopranistin Désirée Brodka, die in Büttgen zu Hause ist und am Marienberg-Gymnasium Abitur gemacht hat. „Ich freue mich sehr, dass die Sängerin, die dieses Format erfunden hat, wieder in Neuss ist“, sagt der Citymanager Thomas Werz von Neuss Marketing, „denn ich habe ein großes Faible für schräge Nummern“.

In diesem Jahr präsentiert „Music to go“ Guiseppe Verdis Oper „La Traviata“ vor dem Zeughaus als Open-air-Veranstaltung. „Nach Lehars Operette ‚Die lustige Witwe’ wurden wir vielfach aufgefordert: Singt doch mal eine Oper“, erläutert Désirée Brodka. „La Traviata“ hat wiederum der Düsseldorfer Komponist Raphael D. Thöne maßgeschneidert bearbeitet für drei Sänger und Streichquartett. Neben Désirée Brodka singen mit Carlos Moreno Pelizari (Tenor) und Agris Hartmanis (Bariton) vollkommene Opern-Profis. Und auch das Streichquartett hat absolute Klasse. Álvaro Navarro Díaz (2. Violine) zum Beispiel ist fester Violinist beim Theater Bielefeld.

Weil im vergangenen Jahr mehr als 700 Gäste das Spektakel vor dem Zeughaus erleben wollten, Neuss Marketing aber nur 500 Sitzplätze anbieten kann, empfiehlt Thomas Werz, Campingstühle oder ähnliches mitzubringen.

„Unsere Ressourcen reichen nicht für den Andrang des vergangenen Jahres. Und auch Essen und Trinken im Freien sind herzlich willkommen.“

Der Citymanager dankte auch Oberpfarrer Guido Assmann von der benachbarten Basilika St. Quirinus. Der Musik-Liebhaber stellt um 12.15 Uhr (Beginn) die Glocken ab. „Das macht er für niemanden sonst“, betont der Manager. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Verein „Music to go“ sind natürlich willkommen.

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