Verbot von Gummi-Granulat macht Kunstrasenpätze in Neuss zum Sanierungsfall

Sieben Plätze werden zum Sanierungsfall : Gummi-Granulat: Kunstrasenplätze in Neuss betroffen

Die Europäische Union will den Einsatz von Gummi-Granulat auf Kunstrasenplätzen ab 2022 verbieten. Anders als in der jüngsten Sitzung von den Mitgliedern des Sportausschusses gehofft, trifft dieses Verbot auch bestehende Plätze.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach sich am Wochenende dafür aus, den betroffenen Städten und Vereinen zur Umrüstung eine Übergangszeit von sechs Jahren einzuräumen, weil sonst viele tausend Sportanlagen von der Schließung bedroht seien.

Das Granulat steht in dem Verdacht, als Mikroplastik in Erdboden und Grundwasser ausgewaschen zu werden. Für die Kunstrasenplätze im Jahnstadion und in Reuschenberg, die in diesem und im nächsten Jahr gebaut werden, hat die Stadtverwaltung schon entschieden, das Gummi-Granulat durch Sand zu ersetzen. Damit folgt sie einer Empfehlung des  Städtetages.

Die gerade fertiggestellten Plätze in Norf und Gnadental allerdings müssten – ebenso wie die Plätze in Weißenberg, Uedesheim, Rosellen, Holzheim und Hoisten – saniert werden. Pro Platz ist nach Expertenmeinung ein hoher fünfstelliger Betrag dafür zu veranschlagen. Die Kunstrasen-Hockeyplätze seien anders aufgebaut und nicht betroffen.

(-nau)
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