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Neuss: Veranstalter der Abi-Fete wehrt sich gegen Vorwürfe

Neuss : Veranstalter der Abi-Fete wehrt sich gegen Vorwürfe

Zu wenig sanitäre Einrichtungen – die Rede ist von einem Toilettenwagen für 2200 Gäste – lange Wartezeiten, um in die Halle zu kommen, unfreundliches Security-Personal – das sind einige der Vorwürfe, die sich gegen die Veranstalter der Abiparty am vergangenen Freitag in der Eventhalle richten.

Zu wenig sanitäre Einrichtungen — die Rede ist von einem Toilettenwagen für 2200 Gäste — lange Wartezeiten, um in die Halle zu kommen, unfreundliches Security-Personal — das sind einige der Vorwürfe, die sich gegen die Veranstalter der Abiparty am vergangenen Freitag in der Eventhalle richten.

Ein weiterer: Zu viele Eintrittskarten seien verkauft worden, weshalb die meisten Schüler erst gar nicht in die Halle reinkamen. Dagegen wehren sich die Veranstalter. Knapp 4000 Karten seien an die Schulen verteilt worden. Ob die tatsächlich alle verkauft wurden, ist noch nicht klar, da die Veranstalter bis jetzt noch keine Rücksprache mit den Abikomitees hatten. Doch selbst wenn, wäre das in Ordnung gewesen, erklärt Amar Kakkar, einer der Organisatoren. Denn maximal 1800 Leute dürften sich in der Eventhalle aufhalten, der Außenbereich sei für 2200 zugelassen. Und der hätte ebenfalls zur Partyzone gehört. Dort waren Getränke- und Imbissstände aufgebaut, legten DJs auf. Ausdrücklich sei sowohl auf der Eintrittskarte als auch auf den Flyern erwähnt worden, dass die Party auch "open air" stattfindet. "So ist seit Jahren das Konzept", sagt Kakkar und erklärt Engpässe bei den Sanitäranlagen damit, dass in einigen Toiletten derart randaliert worden sei, dass sie hätten geschlossen werden müssen.

Seitens des Bauordnungsamtes, das die Baugenehmigung für die Veranstaltung erteilt hatte, seien alle Auflagen erfüllt worden, sagt Peter Fischer vom Presseamt der Stadt. Das hätten Beamte vor Ort überprüft.

Aus Sicht der Polizei, die bis zum Ende der Veranstaltung in und an der Eventhalle war, wie Sprecher Hans-Willi Arnold bestätigt, ergibt sich folgendes Resumée: ein Platzverweis sowie eine Strafanzeige wegen Widerstand. Außerdem, so Arnold, lägen zwei Anzeigen wegen Körperverletzung gegen Mitarbeiter des Security-Dienstes vor. "Was da passiert ist, müssen wir klären", sagt Kakkar. Sollten die Anzeigen berechtigt sein, würden man sich von dem Unternehmen trennen. Zelte oder Wärmestrahler, wie von einigen Gästen gewünscht, hätten in der Kürze der Zeit nicht besorgt werden können. Außerdem hätte dann auch das Sicherheitskonzept wieder geändert werden müssen. Im kommenden Jahr gehen die Veranstalter übrigens von weniger Teilnehmern aus. Denn dann gebe es wieder nur einen Abiturjahrgang.

(agoe)