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Vanitas-Motive in Zeiten des Corona-Virus in Neuss

Gymnasium Norf in Neuss : Schüler setzen Vanitas-Motive in die Zeiten des Corona-Virus

Schüler des Kunstkurses haben klassische Bilder, die Vergänglichkeit thematisieren, bearbeitet. Mittels einer App haben sie die Vanitas-Werke an die Coronakrise angepasst.

Die Schule ist zu, alle Klassenräume leer, die Stühle sind hochgestellt, leise ist es. Das passt zur Endzeitstimmung der Vanitas-Stillleben, die die Schüler des Kunstkurses der Jahrgangsstufe EF im „Homeschooling“ unter ihrer Lehrerin Andrea Mädler kreiert haben. Ausgangspunkt der Arbeiten waren Vanitas-Klassiker. Stillleben also, die Symbole der Vergänglichkeit beinhalten, wie etwa die von Claesz oder Bruyn, vornehmlich aus dem 17. Jahrhundert. Die Schüler transferierten sie nach Recherche und kunsthistorischer Hintergrundarbeit mittels einer App, mit der auch auf den Schultablets des Gymnasiums Norf gearbeitet wird, in die Coronakrise. Sie fügten aktuell vergängliche (oder nicht erhältliche) Symbole wie Toilettenpapier, Desinfektionsmittel oder Mundschutz hinzu, versahen ihre Werke aber durchaus auch mit der Aufforderung, zuhause zu bleiben.

Exemplarisch wird so  gezeigt, dass die Herausforderungen des Homeschoolings Potential für Leistung und Ideen bieten. Mittels selbstgedrehter Anleitungen für die App und Kontakten über schuleigene Messenger konnten die Schüler auch bei ihrer häuslichen Arbeit von ihrer Lehrerin unterstützt werden.

(NGZ)