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Neuss: UWG bemängelt schlechten Zustand des Rennbahnparks

Neuss : UWG bemängelt schlechten Zustand des Rennbahnparks

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Neuss (UWG) lässt beim Thema Rennbahnpark nicht locker.

Nachdem die Partei bereits im Wirtschaftsausschuss Auskünfte zum in Geldnot geratenen Reiter- und Rennverein einforderte, hat Ratsherr Carsten Thiel für den Ende der Woche tagenden Rat eine umfassende Liste mit Fragen zur Finanzsituation der Neusser Rennbahn erstellt. "Wir fordern mehr Transparenz in Sachen Rennbahnpark", sagt Thiel, der bei einer Begehung des Parks zudem festgestellt hat, dass sich die Grünflächen und die Gebäude in einem sehr schlechten Zustand befinden. Nicht nur, dass der Park vermüllt und Gehwege beschädigt seien. "Wir haben Hinweise darauf, dass das Gebäude Baumängel aufweist", sagt Thiel.

Vorrangig geht es der UWG aber um die Zukunft des Pferderennsports auf dem Gelände. Denn die ist zurzeit stark gefährdet: Dem Neusser Reiter- und Rennvereinwerden ab März Einnahmen in Höhe von 130 000 Euro fehlen, weil Landesmittel aus dem "Spiel 77" gekürzt werden. Der Verein hatte im Gespräch mit der NGZ bereits angedeutet, aufgrundessen wahrscheinlich von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, um aus dem Pachtvertrag mit der Stadtverwaltung - jedes Jahr muss der Verein 100 000 Euro an die Stadt zahlen - herauszukommen.

Da die Zeit drängt, will die UWG nun im Rat beantragen, dass die Stadt mit dem Rennverein schnellstmöglich ins Gespräch kommt und gleichzeitig ein Konzept für die Nutzung des Parks ohne Pferderennsport entwirft. Dem Rennverein die Pacht zu erlassen, werde die UWG nicht zustimmen, sagt Thiel. "Es kann nicht sein, dass im Haus der Jugend Mittel gekürzt werden und dem Pferdesport Geld geschenkt wird", sagt er.

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