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Neuss: US-Investor rettet Ruia aus Insolvenz

Neuss : US-Investor rettet Ruia aus Insolvenz

Der Automobilzulieferer Ruia befreit sich aus der Insolvenz: Der US-Investor "Whitesell" hat nach NGZ-Informationen den Kaufvertrag unterzeichnet.

Gute Nachrichten für den insolventen Automobilzulieferer Ruia Global Fasteners, der Nachfolgerfirma von Acument und Bauer & Schaurte: Nach Informationen unserer Zeitung soll der US-amerikanische Investor "Whitesell" den Kaufvertrag für das Neusser Unternehmen unterzeichnet haben. Der Vertrag, so bestätigten zwei voneinander unabhängige Quellen der NGZ, ist bereits endverhandelt, das sogenannte Signing ist abgeschlossen. Der Vollzug des Vertrags, das "Closing" steht noch aus, unter anderem soll heute mit den Arbeitnehmern über die Zukunft des Unternehmens gesprochen werden.

2011 hatte der indische Investor Ruia den insolventen Automobilzulieferer Acument, vormals Bauer und Schaurte, an der Further Straße übernommen. 300 Beschäftigten sicherte dies ihren Arbeitsplatz. Was mit vielen Versprechungen begann, endete für den Spezialisten für Schrauben- und Verbindungstechnik, der auch Werke in Beckingen, Neuwied und Schrozberg betreibt, schon nach einem Jahr in der Insolvenz. Betroffen davon waren an allen vier Standorten rund 1400 Mitarbeiter, die nun auf den neuen Investor hoffen. Der hatte nach Informationen unserer Zeitung schon am Bieterverfahren im vergangenen Jahr teilgenommen, war aber schließlich Ruia unterlegen — vermutlich, weil die Inder ein aus damaliger Sicht besseres, weil lukrativeres Angebot vorlegten.

Der US-Investor "Whitesell Group" ist ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen aus der metallverarbeitenden Industrie, die in der Komponentenherstellung tätig sind.

Der zuständige Insolvenzverwalter Frank Kebekus war gestern trotz mehrmaliger Nachfrage nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die IG Metall will sich heute zu den Verhandlungen äußern.

(NGZ/url)