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Neuss: US-Botschafter als Ehrengast beim „Festlichen Abend“

Neuss : US-Botschafter als Ehrengast beim „Festlichen Abend“

Blues-Musik und Lobster, Bier der US-Kultmarke Miller, Las-Vegas-Atmosphäre und ein paar gute Zigarren – beim "Festlichen Abend" im Zeughaus feierte Neuss Freitag gemeinsam mit mehr als 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Konsularischem Korps – allen voran Philip D. Murphy, US-Botschafter in Berlin – die traditionell guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

Blues-Musik und Lobster, Bier der US-Kultmarke Miller, Las-Vegas-Atmosphäre und ein paar gute Zigarren — beim "Festlichen Abend" im Zeughaus feierte Neuss Freitag gemeinsam mit mehr als 300 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Konsularischem Korps — allen voran Philip D. Murphy, US-Botschafter in Berlin — die traditionell guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

Murphy, der Freitag bereits zum dritten Mal in diesem Herbst in Neuss weilte, stellte sich zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam mit Bürgermeister Herbert Napp den Fragen von WDR-Moderator Thomas Vogel, der alljährlich fürs Fernsehen die Königsparade am Schützenfestsonntag kommentiert. Der Botschafter fühlte sich dabei sichtlich wohl: "Ich liebe Menschen. Ich liebe Neuss. Das Zeughaus ist mein zweites Zuhause." Das unterstrich Murphy gestern auch mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. "Seit mehr als 100 Jahren pflegen die Neusser einen intensiven Kontakt zum großen Partner jenseits des Atlantiks", sagte Bürgermeister Herbert Napp. Er erinnert an das frühe Engagement von "International Harvester".

Die Company aus Chicago kam bereits 1908 zu uns an den Rhein und hat das Neusser Wirtschaftsleben über Jahrzehnte mitgeprägt.Seit 1973 ist der Multi-Technologiekonzern 3M aus St. Paul im Neusser Hammfeld mit seiner Deutschlandzentrale vertreten, was 1999 auch zur Städtepartnerschaft mit der Hauptstadt des US-Bundesstaates Minnesota geführt hat. Nicht unerwähnt bleiben soll das Engagement der "Deutsch-amerikanischen Gesellschaft", die sich um das gegenseitige Verständnis beider Kulturen bemüht, betonte Napp.

Trotz aller medialen Verbindungen blieben die USA nicht nur ein die Deutschen faszinierendes, sondern zuweilen auch fremdes Land. Das habe, so der Neusser Bürgermeister in seiner Botschaft an die Gäste im Zeughaus, jüngst die Präsidentschaftswahlen ebenso gezeigt, wie die unterschiedlichen Perspektiven während der Eurokrise: "So ist es nützlich und sinnvoll, wenn die USA in diesem Jahr unser Partnerland im Zeughaus sind. Der ,Festliche Abend' soll dem ungezwungenen Austausch dienen. Dort kommen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um alte Kontakte zu intensivieren und neue Kontakte zu knüpfen."

Als starker und dynamischer Wirtschaftsstandort im Zentrum des Rheinlandes könne Neuss dafür einen "angenehmen Rahmen" bieten, damit Entscheider und Multiplikatoren dem nachgehen können, was in der alten und stets jungen Hansestadt Neuss eine gute Tradition habe: Handel und Wandel fördern und damit den Wohlstand mehren. "Die Stadt kann dazu nur den Anstoß geben. Doch die Wirtschaft hat den Ball aufgegriffen, und wir freuen uns über deren aktive Beteiligung", sagte Napp. So wird beispielsweise die Gästelist des "Festlichen Abends" wesentlich von Vorschlägen aus der Wirtschaft bestimmt.

Mit "UPS" habe die Stadt Neuss in diesem Jahr "erfreulicherweise einen neuen amerikanischen Partner für den Festlichen Abend" hinzugewinnen können. Trotz manch negativer Auswirkungen stehe Deutschland inmitten der Eurokrise vergleichsweise gut da, erklärte der Bürgermeister. Die deutsche Volkswirtschaft sei vom Mittelstand geprägt: "Das macht ihre Stärke und Wettbewerbsfähigkeit aus. Ich habe den Eindruck, dass unsere amerikanischen Partner diese deutschen Stärken zu schätzen wissen."

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war der "festliche Abend" in Neuss 2012

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