Neuss: Unwetter: Further Zelt wird geräumt

Neuss : Unwetter: Further Zelt wird geräumt

Vier Leichtverletzte in der Nordstadt. Auch das Grefrather Zelt ist stark beschädigt.

Die Unwetterfront, die Montag gegen 21 Uhr über Neuss hinweg zog, wütete besonders stark im Norden. Teile des Schützenzeltes im Bereich der Bühne brachen im Sturm ein. Das Zelt musste geräumt werden. Schützen und Besucher wurden zunächst in der nahen Halle der Heinrich-Böll-Schule untergebracht und versorgt. Detaillierte Informationen flossen bis Redaktionsschluss nur spärlich. Die Einsatzzentralen waren überlastet; Polizei und Feuerwehr hatten Schwerstarbeit zu leisten. Der Verkehr auf der Furth kam nur im Schritt-Tempo voran. Umgestürzte Bäume erschwerten den Rettungsdiensten den Weg zum Kirmesplatz.

Polizeisprecher Hans-Willi Arnold bestätigte am späten Abend, dass bei dem Unglück auf der Furth vier Leichtverletzte zu beklagen sind. Die Einsatzkräfte seien noch unterwegs; ein ausführlicher Zwischenbericht somit nicht möglich. Auch beim Schützenfest in Gref-rath musste das Zelt, das vom Unwetter beschädigt wurde, geräumt werden. Die Menschen suchten Deckung im benachbarten Vereinsheim. Es ist zweifelhaft, ob das Zelt heute wieder genutzt werden kann. Mehr Glück hatten die Korschenbroicher Schützen. Vor den Sturmböen und dem Starkregen flüchteten die Menschen vom Kirmesplatz ins Festzelt. Der Königsball musste aber nicht abgebrochen werden. Die Korschenbroicher zeigten noch am Abend Solidarität: Sie laden die Further Schützen ein, heute mit ihnen in Korschenbroich zu feiern.

Im ganzen Stadtgebiet sorgte das Unwetter für zum Teil chaotische Zustände. Überall lagen abgerissene Äste auf der Straße. Auf der Ölgangsinsel wurde ein Mann vom Blitz getroffen. Auch das bestätigte die Polizei. Über seinen Gesundheitszustand konnte die Polizei allerdings bis Redaktionsschluss noch keine Angaben machen.

Am Obertor fiel ein Baum auf die Oberleitung der Straßenbahn, die ihre Fahrten ebenso einstellten wie auch die Busse. Die Aufräumarbeiten werden dauern. Die Helfer waren auf eine lange Nacht eingestellt.

Mehr von RP ONLINE