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Neuss: Unfallgefahr auf Schulwegen

Neuss : Unfallgefahr auf Schulwegen

Dienstagmorgen verunglückten binnen fünf Minuten zwei 14 Jahre alte Schüler auf dem Weg zur Schule. Damit erhöhte sich die Zahl der Schulwegsunfälle in diesem Jahr auf zwölf. Die Polizei gibt Tipps für Eltern und Autofahrer.

In der Jahresstatistik der Kreispolizeibehörde waren es die Unfälle elf und zwölf, als gestern zwei Kinder auf dem Weg zur Schule verunglückten und sich dabei verletzten. Beide zogen sich nur leichte Verletzungen zu. In der Rubrik der so genannten Schulwegsunfälle lag die Zahl im Vergleichszeitraum 2010 mit 16 Unfällen deutlich höher, 15 Schulkinder wurden im vergangenen Jahr leicht, eines schwerer verletzt. In diesem Jahr sind es neun leicht verletzte Kinder.

Es sind nach den Erfahrungen der Polizei drei Hauptgruppen, die an diesen Unfällen beteiligt sind: Schulneulinge, die gerade dem Kindergartenalter entwachsen sind, Jugendliche, die per Rad zur Schule unterwegs sind, und Autofahrer, die sich Kindern und deren Besonderheiten gegenüber nicht achtsam genug im Straßenverkehr verhalten. "Wichtig ist, dass die Kinder genügend Zeit für den Schulweg haben und nicht unter Zeitdruck schnell hinter einem Bus über die Fahrbahn laufen", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. "Ferner müssen Autofahrer mehr Seitenabstand zu Radfahrern halten und beim Abbiegen den Schulterblick nicht vergessen."

Die beiden gestrigen Unfälle fallen womöglich in diese Kategorien. Gegen 7.50 Uhr überquerte eine 14-Jährige auf dem Weg zur Bushaltestelle die Steubenstraße, offenbar ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Ein Autofahrer (21) konnte nicht mehr ausweichen und berührte die Schülerin mit dem Außenspiegel. Dadurch wurde das Mädchen leicht verletzt und kam ins Krankenhaus.

Nur fünf Minuten später wurde ein 14-jähriger Schüler auf der Kreuzung Schorlemerstraße/Deutsche Straße angefahren. Eine 47-jährige Autofahrerin wollte nach rechts in die Deutsche Straße abbiegen und übersah dabei offenbar den auf dem korrekten Radweg fahrenden Schüler. Sie touchierte ihn, so dass der Junge zu Boden fiel. Auch er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Polizeisprecher Arnold rät:

1. Kinder sollen rechtzeitig zu Hause losgehen.

2. Sicherheit durch Sichtbarkeit: Kleidung und Schultasche mit Reflektoren bestücken.

3. Sich auf dem Schulweg nicht ablenken lassen.

4. Radfahrer sollen die Regeln befolgen, die sie in der Fahrradprüfung in Klasse vier gelernt haben.

5. Das Rad muss verkehrssicher sein (Bremsen, Licht, Reflektoren).

6. Autofahrer sollen im Zweifelsfall lieber Tempo 30 statt 50 fahren.

(NGZ)