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Umweltmarkt beendet Woche der Nachhaltigkeit in Neuss

Umweltmarkt beendet Woche der Nachhaltigkeit in Neuss : Ein Netzwerk-Treffen für die Umwelt

Krönender Abschluss der „Woche der Nachhaltigkeit“: Mehr als 40 Institutionen und Vereine präsentierten sich auf dem Freithof.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ haben sich am Samstag mehr als 40 Initiativen, Institutionen und Unternehmen aus Neuss und Umgebung präsentiert, um die Besucher über nachhaltige Ernährung, umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte bis hin zur Landwirtschaft und Bienenzucht zu informieren. An verschiedenen Upcycling-Ständen gaben findige Umweltschützer Tipps, wie aus alten Dingen Neues entstehen kann, etwa gehäkelte Teppiche und Körbchen aus ausrangierten T-Shirts.

Rita Dunker-Kauhausen und Roland Kehl gehören zum Organisationsteam des inzwischen vierten Umweltmarktes, der den krönenden Abschluss der „Woche der Nachhaltigkeit“ bildet. „Diese planen wir gemeinsam mit der Stadt Neuss und der Volkshochschule, und wir sind stolz, dass wir auch dieses Mal ein hochwertiges wie informatives Programm bieten konnten, das zahlreiche Besucher interessiert hat“, bilanzierte Rita Dunker-Kauhausen. Sie selbst hatte einige Veranstaltungen besucht und lobte das Spektrum das von Unterhaltung für die Jüngsten über Informatives bis zu politischen Themen reichte.

 Um Energieberatung ging es beim Ingenieurbüro Schlagmann.
Um Energieberatung ging es beim Ingenieurbüro Schlagmann. Foto: Roland Kehl
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Um die politische Seite ist auch das Bürgerforum Neuss Agenda 21 bemüht. „Wir ermöglichen Bürgerarbeit ohne Parteizugehörigkeit“, erklärte Marlene Konrads, die seit vier Jahren dabei ist und beim Markt der Möglichkeiten die Werbetrommel rührte und über die Themen, die das Bürgerforum bewegen, informierte. Beispielsweise ist durch die Agenda ein Flyer über das Baummuseum „Arboretum“ in Reuschenberg entstanden. „Unser vorrangiges Ziel ist es, eine Zersiedelung der Stadt zu vermeiden und den innerstädtischen Wohnungsbau zu fördern“, ergänzte Dirk Ottenbruch.

 Die Initiative „Transition Town“ spricht über Lebensmittel.
Die Initiative „Transition Town“ spricht über Lebensmittel. Foto: Roland Kehl

Auch Landwirte aus der Region präsentierten sich beim Umweltmarkt mit ihren Produkten. Bauer Gotthard lockte mit Bratwurst aus eigener Herstellung mit Bio-Brot statt Brötchen oder Toast. Und auch Heinrich Hannes vom Lammertzhof nutzte die Gelegenheit. „Der örtliche Biobauer muss natürlich da sein“, sagte er lachend. „Eigentlich gibt es noch viel mehr in der Region, aber die hatten keine Zeit.“ Er präsentierte und verkaufte Gemüse. „Ich will darauf aufmerksam machen, dass wir endlich handeln müssen, um die Zukunft zu verbessern. Dieser Markt ist ein Treffpunkt, um die Szene zu stärken und weiter an einer gesunden Umwelt und einer solidarischen Gesellschaft zu arbeiten“, sagt er.

An vielen Ständen engagierten sich auch junge Menschen, die beispielsweise Taschen zugunsten der Naturschutzorganisation World Wide Fund For Natures (WWF) verkauften, auf Fridays for Future aufmerksam machten oder über ihre Projekte informierten.

Und eine Premiere gab es auch: Mit dem „Durstlöscher“, dem neuen Trinkwasserwagen der Stadtwerke Neuss, gebaut aus einem alten Feuerwehrhandwagen, sorgte das Unternehmen für Begeisterung. „Wir haben schon viele Ideen, wo wir uns künftig mit unserem Trinkwasserangebot präsentieren wollen“, kündigte Stadtwerkesprecher Jürgen Scheer an.

Eine willkommene Erfrischung auch für die vielen jungen Besucher, die den Fahrradparcours ausprobierten, den der ADFC um Heribert Adamsky aufgebaut hatte. „Er wird gerne auch von Schulen für die Verkehrserziehung ausgeliehen“, weiß er. Erwachsene konnten das ausleihbare Lastenrad unter die Lupe nehmen, das sich bereits auf der vergangenen „Schokofahrt“ nach Amsterdam bewährt hat.