Neuss: Umbau des Allwetterplatzes in Norf geht endlich los

Neuss: Umbau des Allwetterplatzes in Norf geht endlich los

Viele Neusser, selbst der Bürgermeister, hatten wohl nicht mehr für möglich gehalten, was gestern passiert ist: der erste Spatenstich für den Umbau des Stadions zu einem von vier im Sportentwicklungsplan vorgesehenen Fußballzentren. Reiner Breuer selbst nahm das Werkzeug in die Hand und gab damit das Signal zum Bau des Kunstrasen-Fußballplatzes am Von-Waldthausen-Stadion.

Der Umbau hatte sich in die Länge gezogen. Bodenanalysen hatten ergeben, dass das ursprünglich vorgesehene nördliche Feld durch sein schlammiges Sediment droht, abzusacken. Eine Überarbeitung stehe dort nach wie vor aus, erklärte Sportreferent Uwe Talke. Ein weiteres Problem stellte sich durch die im Untergrund der Plätze verwendete Hochofenschlacke: In den 1970er Jahren als Baumaterial vom Land NRW vorgeschrieben, könnte sie durch Spurenelemente von giftigen Schwermetallen eine Umweltbelastung darstellen.

Jetzt stellte der beauftragte Landschaftsarchitek Norbert Seeger die Planung für den Umbau des südlich gelegenen Fußballplatzes vor. Entstehen soll ein 100 mal 64 Meter großes Allwetter-Kunstrasen-Spielfeld mit automatischer Entwässerungsanlage, vier seitlichen Einzelsprintbahnen und Weitsprunggrube. "Wir haben uns dazu entschieden, den Untergrund in seiner Form zu belassen, aber so zu versiegeln, dass er nahezu wasserundurchlässig ist", sagte er. Das Bauprojekt soll bei guten Wettervoraussetzungen etwa vier Monate dauern, die Gesamtkosten betragen rund 950.000 Euro.

Intensiv genutzt wird das Stadion vor allem vom TSV Norf und dem benachbarten Gymnasium Norf, dem einzigen Neusser Gymnasium mit Sport als Abiturfach. Verein und Bezirksausschuss hatten jahrelang für den Umbau gekämpft.

(lhen)