Neuss: Uedesheimer Glockenturm saniert

Neuss: Uedesheimer Glockenturm saniert

Die Arbeiten an der Friedenskirche sind abgeschlossen.

Lange haben die Gemeindeglieder darauf gewartet. Doch jetzt erstrahlt "ihr" Kirchturm wieder in voller Pracht. Und auch die drei Glocken - Friede, Freude und Gerechtigkeit - rufen die evangelischen Christen wieder zum Gottesdienst.

1964 wurde der kastenförmige Bau mit dem einzeln stehenden eckigen Turm, der über ein Mäuerchen optisch mit dem evangelischen Gotteshaus verbunden ist, von den Architekten Kussler und Bornemann gebaut. Doch wie das mit Gebäuden so ist: Der Kirchturm kam in die Jahre, und der Beton fing an zu bröckeln. "Das ist bei einer obligatorischen Baubegehung vor vier Jahren deutlich geworden", sagt Manfred Kiener, Kirchbaumeister der evangelischen Kirchengemeinde Neuss-Süd, der rund 10.000 Gemeindeglieder angehören. Allein 1000 stammen aus Uedesheim, weitere 1500 aus Grimlinghausen.

Kiener leitete sofort in die Wege, was nötig war, und nach dem Beschluss des Presbyteriums begann die Renovierung des 20,5 Meter hohen Glockenturms unter der Leitung des Architekturbüros Markus Schmale. "Während der Arbeiten wurde festgestellt, dass die Schäden größer waren als gedacht, so dass auch die Renovierung teurer wurde", berichtet Kiener. Letztendlich schlug sie mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag zu Buche.

Das Pfarrer-Ehepaar Annette Gärtner und Jens Bielinski-Gärtner freute sich besonders, dass die Arbeiten pünktlich vor Ostern fertiggestellt werden und die Glocken das Osterfest einläuten konnten. Am vergangenen Sonntag nutzten sie nun das schöne Wetter, um mit Mitgliedern des Presbyteriums, Gemeindegliedern und katholischen Nachbarn auf die gelungene Renovierung anzustoßen. "Fotos zeigen die verschiedenen Stationen, die Bilder von den Schäden haben wir bewusst kleiner ausgedruckt", sagt Annette Gärtner. Und ihr Mann ergänzt: "Es hat eine Weile gedauert - immerhin ist die erste Kostenschätzung von 2010. Aber nun ist alles wieder schön und vor allem sicher."

(NGZ)