Betrug in Neuss Falsche Polizeibeamtin zweimal erfolgreich

Neuss · Ein Neusser Senior hat am Montag in einer Bank um Hilfe gebeten. Die Mitarbeiter informierten daraufhin die Polizei und es stellte sich heraus, dass der Mann zuvor von falschen Polizeibeamten kontaktiert worden war. Und nicht erst ein Mal.

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, ob an Haustür, Telefon oder über einen Messengerdienst. (Symbolfoto)

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, ob an Haustür, Telefon oder über einen Messengerdienst. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Er hatte bereits am 20. September einen Anruf einer vermeintlichen Polizistin erhalten, die ihm mitteilte, man ermittle gegen Bankmitarbeiter.

Er müsse zur Sicherheit das, was er an Geld besitze, übergeben, damit geprüft werden könne, ob es sich um Falschgeld handele. Die falsche Beamtin – so teilte die Polizei am Dienstag mit – setzte ihn in einem Telefonat stark unter Druck, sodass der Neusser gegen 14 Uhr an der Otto-Wels-Straße einen Umschlag mit Bargeld an einen Mann übergab. Danach ließ jedoch die angebliche Polizeibeamtin nicht von dem Senior ab. Eine weitere Übergabe erfolgte am 21. September um 11.45 Uhr, diesmal an der Hüttenstraße. Einer dritten Übergabe verweigerte sich der Mann. Dies hielt jedoch die Anruferin nicht davon ab, ihn in den folgenden Tagen erneut anzurufen. Am 26. September behauptete sie, er behindere die Ermittlungen, wenn er nicht zur Bank gehe, um weiteres Geld abzuheben, und übte weiterhin massiven Druck aus.

Der Senior, der inzwischen von der Masche erfahren hatte, nutzte diese Gelegenheit jedoch und bat die Bankangestellten um Hilfe. Er erstattete anschließend Anzeige bei der Polizei. Der Geldabholer soll etwa Mitte 20 und circa 1,73 Meter groß gewesen sein. Er war von normaler Statur, seinen Hautton beschrieb der Zeuge als „dunkel". Im Nacken hatte der Unbekannte ein Tattoo. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke und einer schwarzen Kunstlederhose, dazu trug er eine hellgraue Kappe. Im rechten Ohr trug er einen weißen In-Ear-Kopfhörer. Hinweise an 02131 3000.

(NGZ)
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