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Neuss: Treppe am Pegel fast fertig

Neuss : Treppe am Pegel fast fertig

In sechs Tagen wird die Treppenanlage am Hafenbecken I offiziell der Stadt übergeben. Dann könnte die "Treppe am Pegel" gleich zur "Schützen-Treppe" werden. Das 50 Meter breite Bauwerk bringt die City näher ans Wasser.

Hannes Buck hat sein Publikum: "Den kenne ich, den auch", sagt er und dreht sich um. "Die sind regelmäßig hier und gucken", hat der stämmige Bauleiter der Wayss & Freytag-Bauunternehmung festgestellt. Neugierig verfolgen viele Neusser seit Juni, was am Hafenbecken I passiert.

Ein Blick vom Romaneum aus auf das Hafenbecken I und die neue Treppe. Der blaue Kran hievt gerade Wasserbausteine an die Böschung. Foto: A. Woitschützke

Dort entsteht zurzeit eine imposante Treppenanlage, die Neuss noch näher und tiefer ans Wasser bringt. Jetzt wird das Versprechen eingelöst, das Klaus Harnischmacher, Geschäftsführer der für das Projekt verantwortlichen Stadthafen GmbH, gegeben hat: "Schützenfest sind wir fertig." Am kommenden Mittwoch wird die Treppenanlage an die Stadt übergeben.

Die Nagelprobe, wie die 50 Meter breite Treppenanlage bei den Neussern ankommt, wird es sehr schnell geben: Freitags wird unmittelbar vor dem neuen Bauwerk um 17 Uhr die Kirmes eröffnet, samstags folgt um 12 Uhr mit dem Böllern der städtischen Geschütze auf dem gegenüberliegenden Wendersplatz der Start des Schützenfestes.

Dann sind Tausende unterwegs, Schützen und Zuschauer hätten die Chance, die Treppenstufen auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen, mit einem Getränk in der Hand aus neuer Perspektive die Stadtansicht samt Hafenbecken I auf sich wirken zu lassen. "Ich bin davon überzeugt, dass die Treppe dann gut angenommen wird", sagt Harnischmacher, "vorausgesetzt, das Wetter stimmt". Einen Namen hat er schon: "Treppe am Pegel."

Bauleiter Buck bekam schon eine Nachfrage von besorgten Jäger-Schützen, ob die Treppe denn auch rechtzeitig vor dem Fest fertig werde, "die wollen dort ein schönes Foto machen". Buck konnte sie beruhigen.

Buck sprich von einem "Unikat, denn solche Anlagen werden sehr selten gebaut". Das knapp unter zwei Millionen Euro teure Projekt ist anspruchsvoll, denn unter anderem musste die Erfteinmündung umgeleitet werden. In den vergangenen Tagen wurden per Schiff und Krad schwere Wasserbausteine im Uferbereich abgelegt.

Zur Straße hin wird eine provisorische Asphaltschicht für den Geh- und Radweg aufgetragen. Aus Zeitgründen erfolgt die endgültige Pflasterung nach Schützenfest. Im September startet auch der zweite Bauabschnitt, dann wird parallel zum Hafenbecken ein Teil der Promenade fertiggestellt. Der dritte und letzte Teil, der bis zum UCI-Kiono führt, schließt sich dann an.

Für Klaus Harnischmacher ist die Hafenkopf-Gestaltung ein wesentliches Element der Entwicklung in diesem Bereich. Abrunden soll die Gesamtentwicklung auf der westlichen Seite des Hafenbeckens I die sogenannte Waterfront mit dem vom Neusser Architekten Oliver Ingenhoven geplanten Kopfgebäude und der Brücke über die Batteriestraße.

(NGZ)