Nachruf: Trauer um Elfriede Schmitz-Keil

Nachruf: Trauer um Elfriede Schmitz-Keil

Die ehemalige Leiterin des Gymnasiums Marienberg starb mit 74 Jahren. Sie wird am Freitag beigesetzt.

Ihrer Schule war Schmitz-Keil auch über jenen Sommertag im Juni 2006, an dem mehr als 1000 Mädchen zu ihrer Verabschiedung ein Rosenspalier bildeten, hinaus verbunden. Noch im September ging sie mit Kollegium und allen Schülerinnen auf eine Dom-Wallfahrt, die aus Anlass des 160-jährigen Bestehens der Bildungseinrichtung unternommen worden war. Schmitz-Keil wirkte aber bis in die Gegenwart hinein auch im Vorstand der "Stiftung Kinderheim St. Anna und Schule Marienberg" mit, oder war als Schirmherrin für einen "Sponsored Walk" zugunsten kolumbianischer Straßenkinder in der Schulgemeinschaft präsent.

"Ihre Arbeit war überzeugend geprägt von einer herzlichen, jeder einzelnen Schülerin zugewandten Haltung", betont Josef Burdich, der sie erst als stellvertretendender Schulleiter begleitete und 2006 ihre Nachfolge antrat. Elfriede Schmitz-Keil habe in einer Zeit, in der Monoedukation verpönt war, niemand das Wort "Exzellenzinitiative" im Mund führte und die Reflektion christlicher Werte für das Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders überflüssig erschien, genau dies zu Eckdaten eines überzeugenden pädagogischen Ansatzes gemacht, sagt er.

Schmitz-Keil wuchs in einem Eifel-Dorf auf, machte in Bitburg Abitur, studierte in Bonn Germanistik, Philosophie und Geographie und promovierte als Stipendiatin des Cusanus-Werkes. Bevor sie 1990 an die Spitze des Gymnasium Marienberg wechselte, war sie am Studienseminar Düsseldorf in der Lehrerausbildung tätig.

Als Schulleiterin wirkte Elfriede Schmitz-Keil nicht nur nach innen, sondern prägte auch bildungspolitische Diskussionen mit, nicht zuletzt durch Artikel in Zeitungen wie der NGZ.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir Frau Schmitz-Keil mit Vornamen Elisabeth genannt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

(NGZ)