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Trauer um den Neusser Liedermacher Willi Ramm

Nachruf : Trauer um den Neusser Liedermacher Willi Ramm

Wenige Tage vor der Vollendung seines 92. Lebensjahres ist der Neusser Liedermacher Willi Ramm nach kurzer schwerer Krankheit in seinem Haus an der Dunantstrasse in Gnadental gestorben.

Geboren in Rosellerheide, widmete er sich zeitlebens seiner großen Leidenschaft, der Musik. Seine vor drei Jahren verstorbene Frau Margot teilte mit ihm diese Leidenschaft, berichtet Heinz London, ein naher Verwandter. Das Ehepaar Ramm führte lange das Gardinenhaus Ramm an der Klarissenstraße/Ecke Michaelstraße.

Willi Ramm studierte an der Musikschule „Collegium Musicum“ und gründete nach dem Krieg ein Quintet für Tanz- und Unterhaltungsmusik. Viele Jahre gestaltete er den Dorfabend der Grimlinghausener Heimatfreunde mit der Formation „De Krätzjessänger“ musikalisch mit. Rund neunzig Lieder mit heimat- und lokalbezogenen Texten komponierte er. Aus seiner Feder stammen das „Neusser Schützenfest-Lied“  aber auch „Mer send Nüsser Jonge“, „Heimweh no Nüss“ oder „Dat es dat sengende klengende Jremlekuse“. Darüber hinaus beteiligte er sich gerne an Liederwettbewerben. Mit dem dazu dem Südwestfunk vorgelegten „Mosel-Lied“ belegte er sogar einen ersten Platz. Im September verunglückte Ramm mit seinem „Silberpfeil“ genannten Motorroller. Aber noch im Krankenhaus arbeitete er an neuen Liedern.

(NGZ)