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Neuss: Traditionelles Handwerk im neuen Hansedorf

Neuss : Traditionelles Handwerk im neuen Hansedorf

Ohne Anschlagen einer Schiffsglocke und ohne großen Fassanstich wurde das Hansedorf am Donnerstagnachmittag eröffnet. Trotzdem schlenderten sofort einige Neugierige über den Münsterplatz, um sich die neue Attraktion zum 23. Hansefest anzuschauen.

Unter der erstmaligen Organisation der Zukunftsinitiative Neuss (ZIN) soll damit der ursprüngliche Hansegedanke wieder stärker unterstrichen werden. "Das Dorf passt ins Bild der historischen Fassaden zwischen Quirinus-Münster und Vogthaus. Es herrscht eine besondere Atmosphäre mit anderen Sprachen und mittelalterlichen Waren", sagt ZIN-Vorsitzender Christoph Napp-Saarbourg. Tatsächlich ist die Sprachenlandschaft im Hansedorf vielfältig und reicht vom norddeutschen Kaufmann über den polnischen Pelzhändler bis zum rumänischen Besenbinder.

Stuhlflechter Johann Prison reist erst seit diesem Jahr zu solchen Märkten. "Ich möchte den Menschen mein Handwerk näherbringen. Die Palette an Geflechten ist sehr breit, außerdem ist jeder Stuhl anders", sagt Prison. In der Taverne des Hansedorfs wird unter anderem das Neusser Dom's Alt ausgeschenkt. "Unser Altbier wird unfiltriert hergestellt, so wie zur Zeit der Hanse", sagt Brauer Marcel Gossen.

Rechtzeitig zum Hansefest hat die Fotografin Felicitas Rath einen Kalender mit Neusser Hafenmotiven für 2012 vorgestellt. Am Samstag und Sonntag werden dann in der City weitere 150 Marktstände aufgebaut, die viele Waren und Attraktionen bieten. So werden etwa vor der NGZ-Geschäftsstelle Luftballons verschenkt und Kinder können dort am Sonntag auf dem Parcours "Speed 4" ihre Laufgeschwindigkeit messen lassen.

(NGZ)