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Serie Kinderfreundliche Ferien: Toben, buddeln und matschen wie am großen Meer

Serie Kinderfreundliche Ferien : Toben, buddeln und matschen wie am großen Meer

Bei schönem Wetter ist der Spielplatz am Stadtgarten ein beliebter Treffpunkt – für Kinder, Eltern und Großeltern.

Bei schönem Wetter ist der Spielplatz am Stadtgarten ein beliebter Treffpunkt — für Kinder, Eltern und Großeltern.

Wenn die Frühlingssonne strahlt, kommen sie in Scharen, schütten bunte Eimer, Schaufeln und Förmchen in den noch feuchten Sand und belagern die Schaukeln: Rund 50 Kinder bevölkern allein an Wochentagen den großen Spielplatz im Stadtgarten; an Wochenenden deutlich mehr. Dann kommen ganze Familien mit zum Picknick am Ententeich und lassen ihren Nachwuchs stundenlang rutschen, buddeln und matschen. Der Ausflug lohnt sich, denn der im Sommer 2012 für mehr als 90 000 Euro renovierte und modernisierte Spielplatz bietet sowohl Krabbelkindern als auch Schülern Gelegenheit, sich richtig auszutoben.

Von Frühling bis Herbst avanciert der Sandplatz rund um die Lokomotive zur Kontaktbörse für Mütter aus dem Viertel und zum Treffpunkt für Spiel- und Krabbelgruppen aus der ganzen Stadt. Im Sommer sprudelt Wasser — und der Spielplatzbesuch wird zum Stranderlebnis.

"Bei der Neugestaltung konnten wir viele Wünsche der Kinder umsetzen", erklärt Irmgard Röckert vom Kinderbüro. "Das Element Wasser wurde von großen und kleinen Spielplatzbesuchern herbeigesehnt." So entstand eine "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer"-Landschaft, mit der alten Lokomotive als zentralem Element, neuen grünen Klettergerüsten, Herkules-Schaukel und Wasserpumpe. "Weiteres Highlight ist die Seilbahn, die Kinder jeden Alters begeistert", fügt Röckert hinzu.

Richtig laut wird es, wenn der Eismann kommt, und wenn die Mütter ihr Sandspielzeug — und ihren Nachwuchs — einsammeln und den Heimweg antreten wollen. So mancher Dreijährige will dann partout die Rutsche nicht verlassen und die fünfjährige Schwester verkündet, in der Lok zu übernachten.

Für welche Altersgruppe geeignet? Der Spielplatz verfolgt das Konzept einer Alterskette: Neben Schaukeltieren für die Allerkleinsten folgt der Matsch-Bereich mit Wasserpumpe, dann ein Schaukel- und Kletterbereich für etwas Größere. Über einen Asphaltplatz, auf dem Fuß- und Basketball gespielt werden kann, gelangt man zu Seil- und Rutschbahn mit kleiner Kletterwand und zum Beachvolleyball-Feld.

Ist das Angebot für Kinder interessant? Kinder, die sich gerne bewegen und im Sand buddeln, kommen voll auf ihre Kosten. Neben Großgeräten wie Rutschbahn, Lokomotive und verschiedenen Schaukeln findet man auch Platz zum Ballspielen, Inlinern und Relaxen.

Wie gut ist der Spielplatz erreichbar? In den Stadtgarten im Dreikönigenviertel, etwa zehn Gehminuten von der Innenstadt entfernt, gelangt man über die Schorlemer Straße, Herbert-Karrenberg-Straße, Drususallee oder Kaiser-Friedrich-Straße. Der Spielplatz befindet sich gegenüber dem großen Ententeich. Parken kann man rundherum.

Gibt es eine Kinderbetreuung? Die braucht man hier nicht. Die meisten Kinder sind nonstop beschäftigt, sodass die Mütter - und an Wochenenden auch die Väter - auf den zahlreichen Bänken um den Spielplatz Gelegenheit zur Zeitungslektüre oder zum Gespräch finden.

Sind die Preise familienfreundlich? Städtische Spielplätze sind kostenfrei! Die Kugel Eis vom Eisauto, das im Sommer mehrmals am Eingang zum Park Station macht, kostet 60 Cent, das Picknick bringen die Familien selbst mit. Alles in allem also ein preisgünstiges Vergnügen.

(NGZ)