Thomas Classen leitet die Offroad-Akademie in Neuss

Keine Straßen, viel Abenteuer : Bei Thomas Classen lernen Neusser das Offroad-Fahren

Thomas Classen aus Neuss hat vor rund fünf Jahren die „Offroad-Akademie“ gegründet. Dort gibt er Trainings für Adrenalin-Fahrten durch Sand, Schlamm und Wasser. Auch Reisen mit dem Geländewagen organisiert der 51-Jährige.

Erst, wenn die dicken Reifen die asphaltierten Straßen verlassen, fühlt Thomas Classen sich zuhause. Wenn er mit seiner „Kampfsau“ – einer umgebauten Mercedes G-Klasse – Berge erklimmt, durch tiefe Pfützen brettert und der Matsch auf den Lack spritzt. Um seine Leidenschaft, das Offroad-Fahren, auch anderen Menschen schmackhaft zu machen, gründete der 51-Jährige vor rund fünf Jahren die „Offroad-Akademie“ mit Sitz in Norf. Von dort aus organisiert er Geländewagen-Trainings, -Reisen und vieles mehr.

Doch mit „Kampfsau“ und Co. werden nicht etwa Feldwege in Norf unsicher gemacht. Für die Trainings geht es in den rund zwei Fahr-Stunden entfernten „Fursten Forest“ in Fürstenau – eine ehemalige Bundeswehr-Kaserne mit einem rund 400 Hektar großen Gelände. Dort hat Classen eine Halle angemietet, in der zwei Autos stehen, die sich Offroad-Neulinge für die Tour durch Sand und Matsch mieten können. Viele Teilnehmer nutzen aber auch die Gelegenheit, ihren eigenen Geländewagen einmal richtig ausfahren zu können. „Viele fahren so ein Auto, wissen aber gar nichts damit anzufangen“, sagt der ehemalige Zeitsoldat (Rang: Oberstleutnant), der zudem Maschinenbau studiert hat und einen Metallbauer-Betrieb in Norf leitet.

Thomas Classen (51) vor einem seiner Geländewagen. Foto: Simon Janßen

Auch ganze Offroad-Reisen organisiert der 51-Jährige – und zwar nach Rumänien. Classen gerät ins Schwärmen, wenn er über die atemberaubenden Landschaften spricht, die wie dafür gemacht sind, sie mit Allrad-Fahrzeugen zu bändigen. Auch für Familien seien die Touren geeignet. Allerdings: „Viele Offroader gehen blauäugig auf Reisen.“ Darum bietet seine Akademie, zu der verschiedene Dozenten gehören, unter anderem auch Erste-Hilfe-Kurse an, um gewappnet zu sein, wenn man sich in der Wildnis etwas bricht oder der Kreislauf wegen der Höhenluft schlapp macht. Um sich abseits der Straßen auch verpflegen zu können, gibt es zudem eine Schulung namens „Outdoor-Küche“, in der die Teilnehmer lernen, unter freiem Himmel zu kochen.

„Vielleicht ist es das Kind im Mann“, antwortet der Neusser auf die Frage, warum Menschen in seine Akademie kommen. Im selben Atemzug betont er allerdings, dass Frauen genauso willkommen sind.

Traumhafter Ausblick: Die rumänische Landschaft ist wie gemacht für Offroad-Touren. Foto: Offroad-Akademie
Die Geländewagen sind meist speziell umgebaut worden. Foto: Offroad-Akademie
Wenn die Straße nicht frei ist, muss eben eine Axt her. Foto: Offroad-Akademie
Bei den Trainings wird auch vermittelt, wie man rangiert – und die nötigen Anweisungen gibt. Foto: Offroad-Akademie

Rund 20 Jahre Offroad-Erfahrung hat Classen bereits auf dem „Buckel“. Einen Traum hat er sich aber bislang noch nicht erfüllt. „Neuseeland“, sagt der 51-Jährige schmunzelnd. Die „Kampfsau“ steht in den Startlöchern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Unterwegs mit Thomas Classen aus der Neusser Offroad-Akademie