Theatertipps für Neuss : Stücke zum Lachen und Nachdenken

Zwei Komödien und ein – nein, kein Todesfall, aber ein Stück, das allenfalls eine bittersüße Komik hat. „Schöne Bescherungen“ von Alan Ayckbourn am Donnerstag, 13. Februar, um 20 Uhr im RLT, „Applaus für Podmanitzki“ im Theater Schlachthof und „Vor dem Entschwinden“ von Florian Zeller am Sonntag, 16. Februar, um 18 Uhr spricht das RLT mindestens zwei Publikumsschichten an.

Ayckbourns Komödie spielt zwar an Weihnachten, aber ist sicherlich in seiner Komik nicht auf diese Zeit beschränkt. Es ist die letzte Gelegenheit, sich das Stück in Neuss anzuschauen, inszeniert hat es RLT-Intendantin Caroline Stolz.

Voller Tragikomik steckt hingegen das Stück „Vor dem Entschwinden“ (Regie: Tom Gerber). Eine Familie erkennt, dass der Vater vermutlich an Demenz leidet, wobei Zeller es  in fast allen Szenen in der Schwebe lässt, was Realität ist und was Imagination. Das bleibt eine ständig offene Frage, die auch den Zuschauer bewegt.

Stars und Sternchen, Regisseure, Kritiker, deren Eitelkeiten und Zicken nahm Autor Ephraim Kishon schon 1973 in seinem Stück „Applaus für Podmanitzki“ auf die Schippe. Das Theater am Schlachthof (TaS) hat das Stück in seiner Jubiläumsspielzeit auf dem Plan und blickt ein bisschen und vor allem voller Amüsement hinter die Kulissen. 16 Szenen, die alle verbunden sind in der Person des Staatsschauspielers Jarden Podmanitzki umfasst das Stück, und das TaS geht den ungewöhnlichen Weg, dafür fünf Regisseure zu verpflichten – was dem Stück gut tut und natürlich auch wunderbar zu 25 Jahre TaS passt. Zumal da einige Dinge auf „lokal“ umgedichtet wurden – wie der Zug, der im Stück nach St. Petersburg führt, im TaS aber in der S-Bahn nach Büttgen endet. Drei Vorstellung sind geplant: Freitag, Samstag (jeweils 20 Uhr) und Sonntag (19 Uhr).

(NGZ)