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Neuss: TG baut Vereinszentrum

Neuss : TG baut Vereinszentrum

Die Turngemeinde Neuss hat sich festgelegt und einen Bauantrag eingereicht: Sie will an der Schorlemer Straße, wo bereits ihre Geschäftsstelle liegt, ein Sportzentrum mit drei kleinen Hallen errichten.

Die Turngemeinde Neuss ist fest entschlossen, ihr Vereinszentrum an der Schorlemer Straße zu bauen. Bestes Indiz dafür ist der Bauantrag, der vor wenigen Wochen bei der Stadt eingereicht worden ist.

Der mitgliederstärkste Neusser Sportverein möchte an der Stelle, an der er bereits mit Geschäftsstelle und einer Sporthalle zu Hause ist, mit einer Erweiterung die Voraussetzungen dafür schaffen, der starken Nachfrage nach Sportkursen endlich Rechnung tragen zu können.

Weil es keinen festen Termin gibt, muss der unbestimmte Zeitbegriff "ewig" her, um zu verdeutlichen, seit wann die Turngemeinde nach einem geeigneten Standort für eine Expansion sucht. Dabei bewies der Traditionsverein von 1848 stets Flexibilität, wäre sowohl mit der Rennbahn als auch mit dem Jahnstadion als neuer, zentraler Heimstätte einverstanden gewesen. Politische und finanzielle Hemmnisse standen konkreten Umsetzungen bislang im Weg. Lange Zeit galt das Jahnstadion als Wunsch-Standort des Vereins.

Jetzt also die Schorlemer Straße. Weil dort die Fläche zwischen den Bestandsgebäuden und der Bahnlinie recht begrenzt ist, muss die TG ihre Pläne abspecken: "Sportkindergarten oder Fitnesscenter — das lässt sich dort nicht verwirklichen", sagt TG-Vorsitzender Mario Meyen. "Es wird nicht die Traumlösung, aber wir müssen endlich etwas tun." Denn Kurse mit hundert Teilnehmern und mehr seien nicht zuzumuten.

Der eingereichte Bauantrag umfasst nun ein etwa quadratisches Gebäude. Das hat in einem Teilbereich eine ebenerdige Halle von 250 Quadratmetern Größe, in einem zweiten, zweigeschossigen Bereich zwei weitere Kleinhallen mit jeweils 200 Quadratmetern Größe. Dazu Umkleiden, Nassbereich und Abstellräume. "Keine normierten Wettkampfflächen", so Meyen. "Der Platz ist dafür nicht ausreichend und wir benötigen sie auch nicht." Auf dem Areal, das heute bereits zum Parken genutzt wird, soll eine Art zweistöckiges Parkhaus mit etwa 70 Stellplätzen entstehen. "In Form eines ,Regalsystems'", beschreibt Meyen.

Während die Planungen stehen, ist die Finanzierung des insgesamt rund drei Millionen Euro teuren Vorhabens noch unklar. Die Turngemeinde möchte gerne, so sagt ihr Vorsitzender, dass die Stadt das Projekt weitestgehend trägt. Das dürfte aufgrund der Haushaltssituation jedoch schwierig sein. Wenn der Verein den Bau alleine schultert, kann er Fördermittel beantragen und auf die Stadt kämen ebenfalls größere Beträge zu.

Verein und Stadt mussten zuletzt schon in die Tasche greifen, weil die bestehende Sporthalle für einen sechsstelligen Bereich saniert werden musste.

(NGZ/rl)