Neuss: Terrorverdächtiger aus Neuss schweigt bislang vor Gericht

Neuss: Terrorverdächtiger aus Neuss schweigt bislang vor Gericht

Der Terrorverdächtige aus Neuss, der sich aktuell vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten muss, hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Gelegenheit dazu war dem 22-jährigen Kevin T. jedoch bereits zum Prozesstag gegeben worden. Das teilte Serkan Alkan, der Wahlverteidiger des Angeklagten, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. "Ich kann aber nicht ausschließen, dass er sich im Verlaufe des Prozesses noch äußern wird", sagte Alkan.

Bei den Prozesstagen ist der Wahlverteidiger, der auf Staatsschutzverfahren spezialisiert ist, zwar nicht vor Ort, steht jedoch im regelmäßigen Kontakt zu seinem Mandanten.

Laut Anklage soll Kevin T. 2016 gemeinsam mit einem Komplizen aus Österreich einen Selbstmordanschlag auf Soldaten in Deutschland, mutmaßlich auf der US-Militärbasis Ramstein, geplant haben. Nach Angaben von Serkan Alkan fristet sein Mandant im Gefängnis ein unauffälliges Dasein. "Man lässt ihn in Ruhe. Er befolgt alle Regeln", sagt der Anwalt. Seine Familie kümmere sich gut um ihn. "Das ist in seiner Situation nicht selbstverständlich", so Alkan.

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Insgesamt sind 23 Prozesstermine angesetzt worden, das Urteil könnte im Juni fallen.

(jasi)