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Terminstreit mit Düsseldorf: Neuss wirbt um Karnevalsflüchtlinge

Hansetag in Neuss : Terminstreit: Neuss bietet sich Karnevalsflüchtlingen an

Die Hansestadt Neuss bietet sich am letzten Sonntag im Mai allen Düsseldorfern als Zuflucht an, die dem „Rosenmontagszug an einem Sonntag im Frühsommer“, wie es Bürgermeister Reiner Breuer formuliert, entkommen wollen.

Einen Versuch, mit dem Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) und der Stadt Düsseldorf über die Terminkollision von Karnevalsumzug in der Landeshauptstadt und Internationalem Hansetag in Neuss zu sprechen, werde er nicht unternehmen, sagt Breuer. „So selbstbewusst sollten wir sein.“

Die Fraktion Die Linke/Die Partei hatte nicht so gelassen regiert. „Der Schlusstag des Hansetages droht in einem dreifachen Helau unterzugehen“, unkte Yulia Vershinina. Sie nannte die Terminfestsetzung der Düsseldorfer rücksichtslos und egoistisch, da in der Nachbarstadt seit Jahren bekannt sein musste, dass Neuss am letzten Wochenende im Mai Gastgeber des 42. Internationalen Hansetages ist. Ihre Fraktion forderte Breuer auf darzulegen, welche Gespräche er nun einleiten wird. Doch Breuer winkt ab. Ihn ärgere die Terminfestsetzung, stellt er klar, aber er werde deswegen niemanden in Düsseldorf anflehen.

Dort wurde die – schon vor Wochen getroffene – Festlegung auf den 29. Mai als Tag für den nachzuholenden Karnevalsumzug am Montag noch einmal bekräftigt. Landtagswahl am 15. und Japantag am 21. Mai sowie Schützenfeste im Juni ließen kaum eine andere Wahl.

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Im Dezember hatte Breuer zur Terminkollision schon einmal Stellung bezogen. In der Frage, ob der Zug überhaupt geht, sei – so seine Einschätzung – das letzte Wort noch nicht gesprochen. Eine Absage, so Breuer mit Blick auf den Rückzug des Düsseldorfer Prinzenpaares, halte er nach wie vor für möglich.