Neuss: Taxi liest verletzten Flüchtling auf

Neuss: Taxi liest verletzten Flüchtling auf

Verletzungen an Gesicht und Händen hat ein 19-jähriger Flüchtling aufgewiesen, der in den frühen Morgenstunden des Samstags auf dem Konrad-Adenauer-Ring zwischen Grefrather Weg und Preußenstraße ein Taxi angehalten hat. Wie die Taxifahrerin gegenüber unserer Redaktion bestätigte, habe er ihr in gebrochenem Deutsch berichtet, überfallen und ausgeraubt worden zu sein.

Nach seiner Schilderung sei er von drei Männern geschlagen worden, diese hätten dann seine Geldbörse und sein Mobiltelefon an sich genommen. Wo es zu dem Vorfall gekommen sein soll, konnte der nach eigenen Angaben aus Armenien stammende junge Mann ihr gegenüber nicht machen.

Statt ins nahe gelegene Lukaskrankenhaus wollte das mutmaßliche Opfer ins Flüchtlingswohnheim auf dem Alexius-Gelände gebracht werden, um Kontakt zu seinem Betreuer aufzunehmen. Die Taxifahrerin setzte ihn gegen 4 Uhr dort ab. Eine Zivilstreife der Polizei, die im Rahmen eines anderen Einsatzes in der Nähe zu tun hatte, nahm die Strafanzeige entgegen und verständigte einen Rettungswagen.

  • Fotos : Deutschland-Essay – unterwegs als Taxifahrerin

Wie die Kriminalpolizei am Sonntag auf Anfrage mitteilte, sei eine Verständigung aufgrund der Sprachbarriere und des erheblichen Alkoholkonsums des jungen Mannes problematisch gewesen. Zu einer neuerlichen Aussage wird die Polizei einen Dolmetscher hinzuziehen. Die mutmaßlichen Täter habe der 19-Jährige als etwa 1,70 Meter beziehungsweise 1,90 Meter groß beschrieben, einer der Männer soll blond, die beiden anderen dunkelhaarig gewesen sein.

(NGZ)
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