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Tambourcorps "Quirinusklänge" Neuss meldet sich vorerst bei Schützen ab

TC „Quirinusklänge“ Neuss : Die Not der Schützenkapellen

Das 1999 gegründete Tambourcorps „Quirinusklänge“ hat sich passiv gemeldet. Mit der Entscheidung, sich im kommenden Jahr für kein Schützenfest verpflichten zu lassen, hat die Mitgliederversammlung den Weg für eine schöpferische Pause frei gemacht.

„Unser Ziel ist, 2023 gerne wieder dabei zu sein“, sagt Peter Busch, erster Tambourmajor und Geschäftsführer des Korps. Er will das Korps neu sortieren und musikalisch neu aufstellen. „Wir wollen auch in Zukunft unserem erworbenen guten Ruf gerecht werden – und unser Honorar nicht mit rotem Kopf kassieren.“

Busch hat die Entscheidung des Korps öffentlich gemacht und auch an die Musikbeauftragten weitergegeben, mit denen er zum Teil seit Jahren Verträge macht. „Wir stehen dazu“, sagt er. Ein Sonderfall, obwohl vermutlich auch andere Klangkörper im Jahr zwei der Pandemie zu kämpfen haben. Achim Robertz, Musikbeauftragter der Neusser Bürgerschützen, weiß von einem weiteren Tambourcorps aus dem Neusser Süden, das „nicht spielfähig“ ist. Und Christoph Napp-Saarbourg von der Neusser Schützenlust, bei der das TC „Quirinusklänge“ seit Jahren mitmarschiert, unkt: „Meine Befürchtung ist groß, dass noch mehr Klangkörper wegbrechen.“ Üblicherweise spricht er Kapellen schon während der Kirmestage auf ein Engagement im nächsten Jahr an und hatte bisher kein Problem, wenn die Rückmeldung auf sich warten ließ. Doch das, gibt er zu, werde er sich wohl nicht länger leisten können. „Die Schützenlust marschiert mit acht Musikblöcken. Die gilt es zu bestücken.“

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In Personalnot sei das TC „Quirinusklänge“ wegen Corona gekommen, sagt Busch. Kaum Proben, keine Auftritte, also auch keine Möglichkeit, neue Mitglieder zu werben. Hinzu komme, so Busch, dass sich ältere Spielleute, die sonst vielleicht noch ein paar Jahre mitgemacht hätten, in den Vorruhestand verabschiedeten. Der Neuaufbau ist aufgerufen, und der startet mit intensiver Probenarbeit. „Aber in geschlossenen Räumen“, sagt Busch, der unter peter.busch1@t-online.de für Fragen zu erreichen wäre.