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Neuss: Synode berät über neue Verwaltungsformen

Neuss : Synode berät über neue Verwaltungsformen

Rheydt/Rhein-Kreis Rund 200 Abgesandte der Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Gladbach-Neuss haben am Wochenende auf Schloss Rheydt über Erbe und Auftrag des Protestantismus diskutiert. Die Teilnehmer der Kreissynode mussten zudem über anstehende Entscheidungen beratschlagen. Zum Beispiel: Braucht der Kirchenkreis wirklich wie bisher elf Verwaltungsämter oder reicht nicht auch eins? Und: Welche Arbeitsbereiche in einer Gemeinde sind notwendig, sollten also mit Personal besetzt bleiben?

Die Mitgliederzahl in den Gemeinden sinke, immer weniger Geld stehe zur Verfügung – darauf müsse reagiert werden, sagte Superintendent Hermann Schenck. "Wir müssen versuchen, grundlegende Stellen abzusichern." Das könne zum Beispiel funktionieren, wenn Nachbargemeinden kooperierten. Schenck schloss nicht aus, dass langfristig Stellen in Gemeinden reduziert werden. Dann müsse überlegt werden, wie sich die Mitarbeiter an anderer Stelle im Kirchenkreis einbinden ließen, ergänzte er.

"Wir suchen nach solidarischen Lösungen", betonte auch Heiner Süselbeck, Landespfarrer in Ruhe. Er hielt am zweiten Tag der Synode einen Vortrag zum Thema "Jubiläum des Kirchenkreises: Erbe und Auftrag des Protestantismus". 1611 hatte in Mönchengladbach die erste "Gladbacher Classe" getagt, eine Urform der Synode. Das Jubiläum feierte der Evangelische Kirchenkreis Gladbach Neuss mit einem Festzyklus, der jetzt endete.

In einer Synode seien die Laien gleichberechtigt mit den Theologen, sagte Süselbeck. "Damit wird der Glaube in den Alltag geholt." Durch diese Zusammenarbeit seien neue Wirtschaftsstrukturen entstanden, die Kirche profitiere von der Lebenserfahrung der Laien.

(NGZ)