Neuss: SVG-Klubheim später fertig

Neuss : SVG-Klubheim später fertig

Die Fußballer der SVG Weißenberg warten seit Anfang September auf die Fertigstellung des Vereinsheims auf der Hubert-Schäfer-Sportanlage, die sich immer wieder hinaus schiebt. Grund sind Probleme mit Handwerkern.

Im Mai wurde Richtfest gefeiert für das neue Sportheim auf der Hubert-Schäfer-Sportanlage. Im September sollte es fertig sein. Doch inzwischen spricht das zuständige Gebäudemanagement der Stadt (GMN) vom 15. November — zweieinhalb Monate später. Das liegt, so heißt es, an Schwierigkeiten mit einem Handwerksbetrieb.

Im Frühjahr freuten sich Verantwortliche und Mitglieder der SVG Weißenberg, die dort Heimrecht genießt, schon auf eine neue, schmucke Unterkunft, in der sie sich nicht nur unter vernünftigen Bedingungen umziehen können, sondern auch nach dem sportlichen Tun auch zusammensetzen und ein Getränk zu sich nehmen können. "Für den 1. September wurde uns die Eröffnung angekündigt", sagt SVG-Vorsitzender Hans-Josef Holtappels.

Dieser Termin ist längst verstrichen, und noch immer haben die Sportler kein neues Sportheim zur Verfügung. "Uns wurde dann mitgeteilt, dass sich die Fertigstellung um vier Wochen auf den 1. Oktober verzögert", so Holtappels, "dann hieß es plötzlich: 1. November." Die Weißenberger sind sauer. "27 Mannschaften trainieren in der Woche auf der Anlage", rechnet der Vorsitzende vor, "am Wochenende haben wir hier in der Regel zehn Spiele. Mit den vorhandenen vier Kabinen funktioniert es einfach nicht."

Für die Kritik hat Armin Krüger, Technischer Leiter des GMN, großes Verständnis. Wenn es nach ihm ginge, wäre das Kapitel längst beendet. Aber: "Wir haben im Rohbau Probleme, weil eine Firma, die für die Fliesenarbeiten zuständig ist, nicht wie vertraglich vereinbart arbeitet." Das heißt konkret: Die Mitarbeiter waren zwei Wochen lang "abgetaucht" — ohne Begründung. Erst seit Mittwoch dieser Woche werden im Rohbau wieder Fliesen an die Wand geklebt.

"Das ist sicher kein vertragsgemäßes Verhalten", so Krüger. Konsequenzen wird es daher wohl geben. Das Unternehmen aus dem Süddeutschen hatte die Ausschreibung gewonnen. Krüger weist auf die besondere Problematik in einem solchen Fall hin: "Bei einer Kündigung des Vertrages müsste es eine neue Ausschreibung geben. Die Folge wäre eine weitere, deutliche Verzögerung der Fertigstellung.

Damit wäre auch niemandem gedient." Bei einer heimischen, bekannten Firma wäre die Wahrscheinlichkeit geringer, dass es zu einem solchen Vorfall gekommen wäre. Am 15. November sollen die SVG-Fußballer nun endlich das neue Sportheim nutzen können. Liefer- und Montageprobleme mit Theke und Schankanlage gibt es aber keine.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE