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Südbad: Was sich im Neusser Freibad erleben lässt

Sommerzeit ist Badezeit : Was sich im Neusser Freibad erleben lässt

Ach, der Sommer. Wo ließe er sich mehr genießen als im Südbad. 290.000 Badegäste zählt man dort jährlich. Und gerade im Sommer hat dieses Familienbad viel zu bieten.

Hakki Demirel liebt es, wenn sich die Wasserfläche spiegelglatt vor ihm ausbreitet. Aber das erlebt der Schwimmmeister nur abends, wenn alle Gäste weg sind und er selber ins Becken springt. Abkühlung nach langen und oft heißen Arbeitstagen im Südbad. Sonntag soll die Sonne wieder vom Himmel lachen und das Thermometer auf 27 Grad klettern. „Dann wird es voll“, sagt der Schwimmmeister. Und er freut sich darauf.

Seit zehn Jahren ist Demirel „Bademeister“, wie das früher hieß. Aber früher hatten seine Kollegen ja auch noch eine Trillerpfeife und brüllten schon mal kernig: „Nicht vom Beckenrand springen“. Längst out, sagt Demirel, der auch weiß, was „in“ ist: „Unsere neue Rutsche.“ Alter, Größe und Gewicht der Gäste, die so Abkühlung suchen, sei egal. Und, fügt er hinzu: „Zu einem Tag im Freibad gehör Currywurst mit Pommes. Das muss schon sein.“

Als Demirel noch Jugendlicher und Badegast war, zog es ihn auch gerne Richtung Liegewiese. 30.000 Quadratmeter Grün hat das Südbad immerhin zu bieten, berichtet Bäderchef Alexander Bride. Genug Platz zum Lagern, Picknicken, Spielen, um mit der Clique zu quatschen – oder um sich mit einem Buch etwas abseits von solchem Rummel in die Sonne zu legen.

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Ab 7 Uhr ist das Freibad zugänglich. Das lockt Sportschwimmer wie Kathrin Bergner, die vom ersten Tag der Saison an regelmäßig ihre Bahnen zieht. „Das Schwimmerbecken ist ein Sportbecken“, sagt Demirel. Wer nur planschen möchte, kann das in der Wasserspielzone – gleich neben Kletterwand und Spielplatz.  Und wer sich nur vom Wasser umschmeicheln lassen will, lässt sich im (ganzjährig offenen) Außenbecken des Hallenbades von Luftbläschen „durchblubbern“.