Stromversorgung treib in Neuss die Standgebühr für Kirmesplätze

Neue Trafostationen in Neuss : Stromversorgung treibt Standgebühr für Kirmesplätze

Die Standgebühr für Marktbeschicker oder Schausteller, die sich an Veranstaltungen auf dem Further oder Reuschenberger Kirmesplatz mit einem eigenen Stand beteiligen, wird ab 2021 steigen. Kostentreiber ist die Stromversorgung.

Denn um diese sicherstellen zu können und einen drohenden „Blackout“ abzuwenden, plant die Stadt auf der Furth mit den Stadtwerken den Neubau von zwei Trafostationen.

Das würde knapp 120.000 Euro kosten – wenn man die Summe auf einen Schlag bezahlt. Hinzu kämen 1450 Euro jährlich für Wartung und Instandhaltung. Würde die Stadt auf das Angebot eines langfristigen Mietvertrages einsteigen, schlüge das jährlich mit 15.400 Euro  zu Buche, die ebenfalls über die Standgebühren auf die Nutzer umgelegt würden.

Wie desolat die 40 Jahre alte Trafostation ist, zeigte sich vor dem Aufbau der Further Pfingstkirmes. Reparatur ausgeschlossen, war der Befund. Zum Betrieb der Karussells wurde daher von den Stadtwerken für dieses Jahr ein Provisorium errichtet. Eine Ausnahme, wie es am Donnerstagabend im Hauptausschuss hieß.

Dort verlangte Karl-Heinz Baum (CDU) eine Auflistung über den Zustand der Stromversorgung auf allen Kirmesplätzen der Stadt. Diese Bestandsaufnahme sagte Ordnungsdezernent Holger Lachmann zu.

Den Kirmesplatz Reuschenberg, auf dem 2008 eine neue Stromanlage errichtet worden war, kann Lachmann dabei ausklammern. Denn der Ausschuss beschloss, die alte Anlage vom Betreiber „Innogy“ zu kaufen, wenn Ende Juni der Mietvertrag ausläuft. Der Restwert liegt  bei etwa 12.500 Euro, die auch auf die Standgebühr umgelegt werden.

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