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Neuss: Streit um Kreisverkehr in Holzheim

Neuss : Streit um Kreisverkehr in Holzheim

Auf der Vereinsstraße werde zu schnell gefahren, das Stoppschild sei offensichtlich nur eine Empfehlung, Fußgänger hätten Probleme, die Vereinsstraße/Maximilianstraße zu überqueren. In Holzheim gibt es massive Verkehrsprobleme.

Der Bezirksausschuss hatte in seiner Sitzung im Februar die Verwaltung beauftragt, zunächst die Möglichkeit von Querungshilfen für Fußgänger zu überprüfen. In der jüngsten Sitzung des Gremiums legte nun Norbert Jurczyk vom Amt für Verkehrsangelegenheiten das Ergebnis vor. "Ein Ergebnis", so die Auffassung aller Fraktionen, "das uns nicht weiterbringt und das keine akzeptable Lösung beinhaltet."

Ob Querungshilfen, eine Mittelinsel oder gar eine Signalanlage seien nicht möglich – die Vorschriften sprechen, so das Amt, dagegen. Weil derartige Anlagen unzulässige Straßen-Verengungen mit sich bringen, weil die notwendigen Fußgängerfrequenzen zu gering sind und eine mögliche Querungshilfe viel zu weit von der Kreuzung entfernt sei. Zudem sei offen, ob dieser Bereich überhaupt ein Unfallschwerpunkt ist.

Damit war die Diskussion im Bezirksausschuss erst recht angeheizt. Denn die Mehrheit der Ausschussmitglieder sieht als große Lösung für Holzheim nur einen Kreisel. Doch auch dafür sieht die Stadt keine Möglichkeit. Denn Busse und Lastwagen brauchen einen Mindestradius des Kreisels. Und der sei aufgrund der Bebauung an dieser Stelle nicht zu realisieren.

Eine provisorische Lösung mit leichten Aufdoppelungen verwarf der Ausschuss schon im Vorfeld, da die Verkehrsteilnehmer ohnehin unbeeindruckt meist nur darüber hinwegfahren.

Das Ergebnis der Beratung: Klaus Gurmann (SPD) sprach sich für eine Vertagung aus; Vorsitzender Thomas Nickel (CDU) sieht eine Tendenz, erst einmal alles so zu lassen, wie es ist.

(NGZ)