Neuss: Stipendiatenprogramm für die Insel Hombroich

Neuss : Stipendiatenprogramm für die Insel Hombroich

Die Stiftung Insel Hombroich möchte ein internationales Stipendiatenprogramm ins Leben rufen. Noch gibt es zu dieser Idee allerdings eine ganze Reihe offener Fragen. Zum Beispiel die nach der Zielgruppe und deren Zusammenarbeit mit den Künstlern, die auf der Museumsinsel und der Raketenstation Hombroich angesiedelt sind. Zu klären sei auch noch, wie sich das inhaltliche Profil von den bereits vorhandenen Stipendiatenprogrammen in Nordrhein-Westfalen abgrenzen lässt, berichtet Ulrike Rose, die Geschäftsführerin der Stiftung Museum Insel Hombroich, im Gespräch mit unserer Zeitung,

Gedankenaustausch dieses Jahr

Rose setzt bei der Beantwortung dieser Fragen auf die Unterstützung von Menschen, die Erfahrung mit dem Thema Stipendien haben. Noch in diesem Jahr sollen ehemalige Stipendiaten, Künstler, Kuratoren und Wirtschaftswissenschaftler zu einem Gedankenaustausch eingeladen werden. Die externen Gäste sollen die Anforderungen herausarbeiten, die räumlichen Möglichkeiten auf der Insel und der Raketenstation testen und die Potenziale eines Stipendiatenprogramms diskutieren. Der zu erwartende personelle Aufwand soll ebenfalls ein Thema sein.

Ulrike Rose würde die Fachleute gerne für zehn Tage im August zu einer Akademie einladen – also in knapp drei Monaten. Doch ihr läuft die Zeit davon. Denn die veranschlagten Mittel in Höhe von gut 14 000 Euro sind noch nicht gesichert. Der Kreiskulturausschuss, der jüngst über das Thema beriet, verwies es an die Fraktionen zurück; letztlich soll wohl der Kreisausschuss entscheiden. "Die Finanzierung der Kultur im Kreis ist eben schwierig", sagt Rose.

Neben der Akademie sind zwei weitere Programmbausteine zum Aufbau des internationalen Stipendiatenprogramms vorgesehen: "hombroich: poesie des Böhmischen Dorfs" (12. bis 16. September) und das Ausstellungsprojekt "reality unbuilt" im Rohbau des Abraham-Gebäudes. Der Termin zur Eröffnung der Ausstellung steht schon fest: Freitag, 29. Juni, 17 Uhr.

(NGZ)