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Stimmen aus Neuss: Geteilte Meinungen zu einem "Jahreswechsel-Lockdown"

Stimmen aus Politik, Wirtschaft, Gastronomie : So sieht Neuss einen harten Lockdown

Die Meinungen in Neuss zu einem möglichen harten Lockdown zum Jahresende sind gespalten. Auf der einen Seite gibt es Hoffnungen in einen „Jahreswechsel-Lockdown“, auf der anderen Seite Kritik.

Zum Jahresende könnte es strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geben. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach sich für einen harten Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen aus. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist für strengere Einschränkungen zum Jahreswechsel. In Neuss sind die Meinungen zu den Vorschlägen geteilt.

Bürgermeister Reiner Breuer zum Beispiel hält weitere Einschränkungen für nötig angesichts der weiter hohen Fallzahlen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wiederum appelliert an die Bevölkerung, sich schon jetzt an die bestehenden Regeln zu halten und weitere Schließungen und daraus resultierende mögliche Folgen für die Wirtschaft zu verhindern. Auch bei den Unternehmern in Neuss gehen die Meinungen auseinander. So wünscht sich August Pollen, einer der beiden Geschäftsführer des Alpenparks Neuss, beispielsweise einen zielorientierten Austausch mit Experten und eine transparente und nachhaltige Strategie.

Der Gastronom Alexander Bliersbach kritisiert die Inkonsequenz der Bundesregierung – auch in Bezug auf die Tatsache, dass die Novemberhilfen noch nicht angekommen seien. Die vermisst auch Kerstin Rapp-Schwan bislang, Inhaberin von vier Schwan-Restaurants. Sie sieht in einem möglichen „Jahreswechsel-Lockdown“ jedoch die Chance, dass die Zahlen dadurch sinken und in der Folge dessen Lockerungen möglich sind – beispielsweise für die Gastronomie. Wie komplex das Thema ist, zeigen die verschiedenen Meinungen in Neuss.