Steuben-Parade: Neusser Grenadiere in New York

Schützen aus Neuss in New York : Grenadiere fahren zur Steuben-Parade

Kirmesnachlese: Strecke für den Wackelzug bleibt ein Problem. Vorstand sucht Band für Grenadierball.

Die Neusser Grenadiere zeigen am Samstag, 15. September, in New York Flagge. Hauptmann Michael Gräff wird 35 Neusser Schützen anführen, wenn diese zur inzwischen 61. Steuben-Parade aufmarschieren. „Grenadiere op jöck“, sagt der Vorsitzende Rainer Halm, der die Idee zu diesem besonderen Ausflug mit einem besonderen Anlass verknüpfen wollte. Denn das Korps wird in diesem Jahr 195. Kein Anlass für eine Jubiläumsfeier, aber doch wichtig genug, um den Termin nicht einfach verstreichen zu lassen. Zweites Highlight am Samstag wird abends ein Empfang in der Deutschen Botschaft bei den Vereinten Nationen sein. Der Botschafter: Christoph Heusgen. Ein Neusser.

Der Weg der Steubenparade ist klar. „Die 5th Avenue einfach geradeaus“, wie Eric Cieslak vom Vorstand erklärt, der das Spektakel schon einmal vor 20 Jahren miterleben durfte. Der Weg des Abend-
umzuges am Schützenfestdienstag bleibt dagegen Gegenstand von Diskussionen. Das machte Grenadiermajor Markus Ahrweiler bei der Kirmesnachlese am Dienstagabend im Marienhaus klar. Die Hoffnung, mit der diesjährigen – verkürzten – Route eine dauerhafte Lösung gefunden zu haben, hat sich nicht erfüllt. Grund: Zu den zwei geplanten Stopps kamen gleich mehrere Notarzteinsätze und auch noch ein Brandalarm in einem Betrieb an der Industriestraße, die immer wieder zu Unterbrechungen zwangen. „Wir bekamen die Runde einfach nicht hin“, sagt Ahrweiler. Damit fehlt Komitee und Korpsführern eine aussagefähige Grundlage für eine endgültige Entscheidung. Ahrweiler prophezeit: „Wir werden den Weg 2019 noch einmal so ziehen.“

Froh zeigte sich Ahrweiler über die gute Beteiligung am Montagabendumzug. „Unsere Appelle haben gefruchtet“, sagte der Major, für den dieser Umzug keine Baustelle mehr ist. Dafür tut sich eine neue auf: der Fackelzug. Der war für die Grenadiere nach 58 Minuten vorbei – zwölf Minuten früher als üblich. Damit die Großfackeln nicht „durchrauschen“, so Ahrweiler, soll 2019 taktisch eingebremst werden.

Unzufrieden zeigt sich die Korpsführung auch mit der musikalischen Begleitung beim Grenadierball. Partyband war der „Soundconvoy“, „wie gefühlt seit 25 Jahren“, sagt Ahrweiler. Die Band hat für 2019 noch einen Vertrag mit dem Bürger-Schützen-Verein, danach wollen die Grenadiere, so Ahrweiler, „endlich mal was anderes hören“.

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