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Startschuss für Lotsenpunkt Holzheim-Grefrath

Hilfe für Senioren in Neuss : Startschuss für Lotsenpunkt Holzheim-Grefrath

Am Donnerstag wurde die bereits dritte Anlaufstelle für Senioren in Neuss eröffnet. Die nächsten sind schon in Planung.

Für ältere Menschen ist es oft schwer, neue soziale Kontakte zu knüpfen oder die richtigen Anlaufstellen bei Problemen zu finden. Für solche Fälle werden in Neuss seit etwa einem Jahr sogenannte Lotsenpunkte eingerichtet.

Das sind Anlaufstellen für ältere Menschen, die bei verschiedenen altersspezifischen Problemen im alltäglichen Leben Hilfe benötigen.

Am Donnerstag wurde der insgesamt dritte Lotsenpunkt in der Quirinus-Stadt eröffnet. „Lotsenpunkt Holzheim-Grefrath, wir sind dabei“, hieß es um 14 Uhr auf der Hauptstraße 12 in Holzheim. Dort befinden sich die Räumlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die bis jetzt als Begegnungsstätte für Senioren genutzt wurden.

„Das Ziel der Lotsenpunkte ist, dass wir die Senioren dabei unterstützen, solange wie möglich ein selbstständiges Leben führen zu können. Bei Problemen sind wir da und wissen welche Anlaufstelle bei welchem Problem die richtige ist“, erklärt Gabriele Möller, Diplomsozialarbeiterin und Leiterin des „Lotsenpunktes Holzheim-Grefrath“. Lotsenpunkte helfen den Senioren selber, aber verweisen auch auf andere Anlaufstellen. Die Senioren können zudem soziale Kontakte pflegen und sich untereinander vernetzen, aber auch die Kontakte zu Institutionen, wie zum Beispiel zu Sportvereinen oder zur Kirche, stellen Lotsenpunkte her, erklärt Möller. So soll auch die Lebensqualität der Senioren gesteigert werden. „Der Lotsenpunkt Holzheim-Grefrath war vorher eine Begegnungsstätte und hatte etwa 40 bis 50 regelmäßige Besucher. Das Netz bauen wir jetzt noch weiter aus“, ergänzt Bülent Öztaş, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die die Trägerschaft des neuen Lotsenpunktes übernommen hat.

Auch Bürgermeister Reiner Breuer sieht die Relevanz der Einrichtung neuer  Lotsenpunkte in Neuss. Weitere seien auch schon in Planung. „Wir werden älter und als soziale Stadt, die Neuss ist, müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Menschen in ihren eigenen vier Wänden alt werden können – ohne, dass sie sich in irgendeiner Weise einschränken müssen  oder sie vereinsamen“, so Breuer in seiner Eröffnungsansprache. Im Sozialausschuss wurde die Empfehlung ausgesprochen, das Netz der Lotsenpunkte in den kommenden Jahren auf insgesamt zehn auszubauen. Zwei, davon einer in Allerheiligen, sollen schon im nächsten Jahr umgesetzt und eröffnet werden.

„Ein Lotsenpunkt kann jede Einrichtung werden, die sich um die älteren Menschen kümmert. Die Einrichtung muss dann bestehende Kontakte ausbauen, sodass Kooperationsnetze zwischen den Lotsenpunkten und anderen Einrichtungen aufgebaut werden, nur so kann eine Anlaufstelle entstehen“, erklärt Gudrun Jüttner, Sozialarbeiterin der Stadtund Koordinatorin der Lotsenpunkte in Neuss. Mit der Übergabe eines Schildes für den Eingangsbereich wurde die Eröffnung abgeschlossen.