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Start für neue Street-Workout-Anlage in Neuss verschoben

Street-Workout-Anlage in Neuss : Start für neue Sportfläche verzögert

Die Street-Workout-Anlage auf der südlichen Furth hätte Ende 2018 fertig sein sollen.

Beim Freizeit-Angebot für Jugendliche auf der südlichen Furth herrscht Stillstand. Eigentlich hatte der Bauverein zugesagt, in der früheren Verladehalle der Deutschen Bahn am Gare du Neuss eine neue sogenannte Street-Workout-Anlage zu errichten, da die bisherige Freizeitanlage mit Spielflächen und Basketballkörben in die Jahre gekommen ist und nur noch wenig benutzt wird. Ende 2018 sollte alles fertig sein. Jedenfalls in der Theorie.

Bis jetzt, Anfang 2019, hat sich jedoch noch nichts getan. „Die Realisierung der geplanten Streetworkout-Anlage hat sich leider verzögert“, sagt Heiko Mülleneisen, Sprecher des Bauvereins, auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Konzept-Idee sieht vor, dass es für die Anlage einen sportlichen Partner gibt. „So wie unsere Nachbarschaftstreffs auch mit Hilfe von Sozialpartnern moderiert werden“, sagt Mülleneisen. Bislang habe es jedoch von den Sportvereinen nicht die erhoffte Resonanz gegeben. „Die Suche gestaltete sich schwieriger als angenommen. Ziel soll es sein, dass die Anlage nicht einfach aufgestellt, sondern auch nachher genutzt und ,beispielt’ wird“, so Mülleneisen. Der Stadtsportverband habe dem Bauverein schließlich dazu geraten, mit dem KSK Konkordia zusammenzuarbeiten. KSK stehe ja ursprünglich für Kraft-Sportclub und nicht nur fürs Ringen.

Bei einem Workshop im Spätsommer 2018 sei auch ein Trainer der KSK Konkordia anwesend gewesen, der die bisherige Planung dort zum ersten Mal begutachten konnte. „Infolge der sinnvollen Anregungen zur Ausgestaltung der Streetworkout-Anlage verzögerte sich die überarbeitete Planung bis fast Ende 2018“, so Mülleneisen. Darüber hinaus seien die gewünschten Geräte nicht sofort verfüg- beziehungsweise lieferbar gewesen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Anlage im ersten Halbjahr 2019 realisiert werden kann und im Sommer dann die Einweihung stattfindet“, sagt der Bauvereins-Sprecher.

Das Projekt des Bauvereins wird mit Mitteln des Landes aus dem Fördertopf „Zuweisungen für Investitionen an Gemeinden zur Förderung von Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf“ mit 70 Prozent der Kosten unterstützt. „Die Mittel sind bereits angefordert und abgerufen“, sagt Arno Jansen (SPD), der einst den Antrag für das Projekt stellte. Insgesamt soll die Maßnahme rund 65.000 Euro kosten. Auch das Beleuchtungskonzept und das Dach sollen überarbeitet werden.

(jasi)