Neuss: Starkoch zaubert Menü für Neusserin

Neuss : Starkoch zaubert Menü für Neusserin

Bei einem Gewinnspiel von Rheinischer Post und NGZ gewann Ute Simon ein Drei-Gänge-Menü des Gastronomen Giuseppe Saitta. Das wurde jetzt bei ihr daheim an der Schmolzstraße für sie und ihre Gäste zubereitet.

Für einen Abend verwandelte sich die Küche von Ute Simon in einen Arbeitsplatz für zwei Düsseldorfer Spitzenköche. Giuseppe Saitta, Besitzer mehrerer Restaurants im linksrheinischen Düsseldorf, beaufsichtigte seinen Chefkoch Tino Kitzing bei der Zubereitung eines festlichen Abendessens mit drei Gängen, zu dem die Neusserin auch ein befreundetes Paar der Familie eingeladen hatte. Gambas, Kalbsfilet und Panna cotta standen auf der Karte. Und alles wurde in der Küche der Neusserin an der Schmolzstraße tellerfertig gekocht und anschließend gekonnt serviert.

"Giuseppe Saitta ist in Düsseldorf sehr bekannt, ich musste aber zuerst einmal im Internet recherchieren, wer das ist", gibt Ute Simon zu. Sie hatte sich im Dezember an der Aktion "Adventskalender" von NGZ und Rheinischer Post beteiligt und dabei ein kulinarisches Erlebnis gewonnen. Jetzt ist sie gespannt auf das Essen.

Auf der Karte stehen Gambas an winterlichem Salat, Kalbsfilet mit Trüffeljus und Gemüse, als Nachtisch wird Panna Cotta mit Zimtbirne serviert. "Das klingt alles sehr lecker. Es gibt aber auch fast nichts, das ich nicht mag", sagt Simon. Ihr Mann Theo ist im Alltag ebenso genügsam: "Ich esse, was auf den Tisch kommt!" Zum Abendessen luden die beiden ihre Freunde Heike und Karl-Heinz Andernacht ein, ehemalige Nachbarn der Simons. Überrascht hat Ute Simon der Service der beiden Kochprofis: "Den Tisch hätte ich gar nicht decken müssen, die haben ja wirklich alles mitgebracht."

In der Tat fahren Saitta und Kitzing nicht nur mit ihren professionellen Kochutensilien vor, sondern haben auch alles für die festlich gedeckte Tafel dabei. Was ein echter Spitzenkoch ist, der überlässt eben nichts dem Zufall. "Es ist mein Job, mich in fremden Küchen zurecht zu finden", sagt Kitzing, der nicht nur Küchenchef in Saittas "Salumeria" ist, sondern auch im Catering-Service des Düsseldorfer Gastronomen arbeitet. "Einige Sachen muss ich aber immer dabei haben." Dazu gehört neben einer mobilen Induktionsherdplatte auch ein Garthermometer. "Jeder Backofen backt anders, damit kann ich jederzeit die Temperatur des Fleisches und die des Ofens sehen", sagt Kitzing.

Das anspruchsvolle Menü besprach er vorher mit Saitta, privat esse er selbst lieber bodenständig. "Kartoffeln, Quark und eine Scheibe Leberwurst, da bin ich mit zufrieden", sagt Kitzing und verrät noch ein weiteres Geheimnis: "Die meisten Köche mögen am liebsten einfache Hausmannskost."

Bodenständig sollte für Saitta zumindest der Salat sein, den Kitzing aus saisonalen Kräutern und Gemüse bereitete. "Der besteht aus Spinat, Feldsalat und Wildkräutern. In meinen Lokalen gibt es auch immer viel Frisches aus der Saison", sagt Saitta. Mit der zur Nachspeise gereichten Zimtbirne setze das exklusive Menü einen weiteren winterlichen Akzent.

Zum krönenden Abendessen am prasselnden Kaminfeuer der Simons bleiben die beiden Köche allerdings nicht mehr. "Ich finde es wichtig, im Hintergrund zu bleiben", sagt Saitta. Auch Kitzing will statt dreckiger Töpfe nur schöne Erinnerungen hinterlassen: "Wir nehmen alles wieder mit und hinterlassen die Küche so sauber, wie wir sie betreten haben."

(NGZ)
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