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Neuss: Star-Revue der Blauen Funken: 700 Jecke feiern bis in die Nacht

Neuss : Star-Revue der Blauen Funken: 700 Jecke feiern bis in die Nacht

Fußballprofis – was führen die doch mitunter für ein elendes Leben. Zum Beispiel die Kicker der TSG Hoffenheim von 1899. Denn als die am Freitag um 23 Uhr in ihren Zimmern im Swissôtel die Nachttischlämpchen endgültig ausmachen mussten, damit sie auch ja fit genug sind, um tags drauf gegen Borussia Mönchengladbach zu verlieren, da trieben einige Etagen tiefer die Fantastic Fanfares die Stimmung im Jupitersaal einem weiteren Höhepunkt entgegen. Die Blauen Funken feierten ihre Star-Revue, 700 Gäste feierten mit – und die Hoffenheimer durften davon höchstens träumen.

Vor drei Jahren hatten die Funken das Konzept für ihre Traditionsveranstaltung umgestellt. Nach Weiberfastnacht, so die Beobachtung, steht den Narren nicht der Sinn nach Sitzungskarneval, sie wollen feiern, wollen Party. Das war auch am Freitag bei der 43. Star-Revue so, als nach dem Auftritt der „Zwei Schlawiner“ das Programm für ein „erstes schweißtreibendes Tänzchen“, wie Sitzungspräsident Thomas Frings ankündigte, unterbrochen wurde. Denn sofort „brodelte“ die Tanzfläche.

Thomas Frings hatte in seinem elften Jahr als Sitzungspräsident eine echte Premiere anzukündigen. Erstmals schaltete die „Aktuelle Stunde“ des WDR live in die Sitzung. So erlebten die Menschen im Land den Einmarsch der Garden und des Prinzenpaares, das beschlossen hatte, den ganzen Abend zu bleiben. „Wir sind heute gefühlt zum 899. Mal bei den Blauen Funken“, sagte Prinz Frank I. mit Blick auf die vielen Veranstaltungen der Gesellschaft während der Session. Und kein Mal hätten es die Tollitäten bereut. Tatsächlich war es die 13. Funken-Veranstaltung mit dem Prinzenpaar, das kurz vor Kappessonntag von einer Abschiedstournee sprach. Am liebsten, so erklärte der Prinz, würde er es machen wie Tina Turner, und dieser Abschiedstournee weitere an der Seite seiner Novesia folgen lassen. Und Anja I. verdrückte ein Tränchen.

Mit DJ Breiti, Querbeat aus Köln, den Vokalartisten von „De Wanderer“, Rabaue, Swinging Fanfares und – kurz vor Mitternacht – der Schlagermafia hatten die Funken ein musikbetontes Programm auf die Beine gestellt. Aber mit „Olli, der Köbes“ erlebte der Saal auch einen brillanten Redner. Der formulierte den Satz des Abends: „Einen Abend live ist doch schöner als Fernsehen.“ Stimmt.

(NGZ)