Städtepartnerschaft der Stadt Neuss mit Israel

Komitee für Partnerschaften : JU: Jugend an Städtepartnerschaft beteiligen

Das Komitee für Partnerschaften und internationale Beziehungen tagt — und spricht vielleicht erstmals über eine Partnerstadt in Israel.

Die Städtepartnerschaft mit Nevsehir und die Städtefreundschaft mit Bolu sind weiterhin auf ruhend gestellt. Angesichts der angespannten Lage in der Türkei steht nicht nur der Antrittsbesuch von Bürgermeister Reiner Breuer in beiden Städten aus, es sind auch keine Partnerschaftsaktivitäten in Planung. Das geht aus den Unterlagen für die Sitzung des Komitees für Partnerschaften und internationale Beziehungen hervor, das am Montag, 4. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus tagt.

Diese Situation schafft vielleicht im Bürgermeisteramt Freiräume, um ein anderes Projekt zu forcieren: die Anbahnung einer Partnerschaft mit einer Stadt in Israel. Diese Idee, die schon im vergangenen Jahr von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf an die Stadt herangetragen worden war, wurde Anfang Mai beim ersten Neusser Israeltag noch einmal mit Nachdruck angesprochen. Bürgermeister Breuer fördert das Vorhaben, das heute allerdings nur nachrichtlich auf der Tagesordnung steht.

Die Junge Union als Nachwuchsorganisation der CDU begrüßt die Initiative. Sie fordert allerdings, das Blickfeld zu vergrößern. „Es reicht nicht aus einen Vertrag aufzusetzen, ein Foto bei der Unterzeichnung aufzunehmen und jedes Jahr mit einer städtischen Delegation in die Partnerstadt zu reisen", sagt der JU-Vorsitzende Jean Heidbüchel und wendet sich gegen eine reine Symbolpolitik. Seine Parteigliederung wünscht sich einen engeren Austausch auf kulturellem und sportlichen Gebiet und fordert aktive Einbeziehung der Jugend.

(-nau)
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