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Neuss: Stadtwerke: RWE-Einstieg geplatzt

Neuss : Stadtwerke: RWE-Einstieg geplatzt

Neuss/krefeld Das Prüfverfahren, ob der RWE-Konzern bei den kurz vor der Fusion stehenden Stadtwerken Neuss (SWN) und Krefeld (SWK) einsteigen kann, läuft zwar noch - aber am Donnerstag hat der Chef des Bundeskartellamtes bereits angedeutet, in welche Richtung sich die Waagschale senken wird. Für die großen Versorger seien die Möglichkeiten für Fusionen in Deutschland weitgehend ausgereizt, erklärte Bernhard Heitzer. Fast jedes Schlupfloch für eine Übernahme sei geschlossen, sagte er auf die Frage nach dem Stand im Genehmigungsverfahren um den RWE-Antrag. Heitzer deutete damit an, dass das Bundeskartellamt den Antrag ablehnen oder zumindest nur unter sehr harten Auflagen genehmigen wird. Ausgeschlossen sei eine RWE-Beteiligung damit nicht, interpretiert der SWN-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jörg Geerlings den Sachstand. Aber RWE werde sich dafür von anderen Beteiligungen trennen müssen.

Neuss/krefeld Das Prüfverfahren, ob der RWE-Konzern bei den kurz vor der Fusion stehenden Stadtwerken Neuss (SWN) und Krefeld (SWK) einsteigen kann, läuft zwar noch - aber am Donnerstag hat der Chef des Bundeskartellamtes bereits angedeutet, in welche Richtung sich die Waagschale senken wird. Für die großen Versorger seien die Möglichkeiten für Fusionen in Deutschland weitgehend ausgereizt, erklärte Bernhard Heitzer. Fast jedes Schlupfloch für eine Übernahme sei geschlossen, sagte er auf die Frage nach dem Stand im Genehmigungsverfahren um den RWE-Antrag. Heitzer deutete damit an, dass das Bundeskartellamt den Antrag ablehnen oder zumindest nur unter sehr harten Auflagen genehmigen wird. Ausgeschlossen sei eine RWE-Beteiligung damit nicht, interpretiert der SWN-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jörg Geerlings den Sachstand. Aber RWE werde sich dafür von anderen Beteiligungen trennen müssen.

Hintergrund: Im Sommer hatten die Stadtwerke Krefeld erklärt, dass sie sich eine RWE-Beteiligung vorstellen könnten. RWE sollte sich aber nicht mit Geld einkaufen, sondern mit neuen Märkten. Spekuliert wurde, RWE werde seine Beteiligungen an den Wirtschaftsbetrieben Meerbusch (40 Prozent) und den Stadtwerken Willich (25,1 Prozent) einbringen. Anfang dieses Monats war der Leiter der Unternehmensentwicklung bei RWE Rhein-Ruhr, Carsten Liedtke, in den Vorstand der SWK gewechselt.

Der kommentierte die Nachricht als SWK-Vorstand am Donnerstag betont gelassen. "Der Ausgang ist noch völlig offen.” Selbst im schlimmsten Fall - das Kartellamt verbietet den RWE-Einstieg - sei die Fusion mit Neuss nicht gefährdet. "Die Fusion ist der erste Schritt. Der zweite Schritt wäre der Einstieg der RWE”, erklärte Liedtke. Sollte das nicht möglich sein, "dann müssen die SWKN aus eigener Kraft wachsen”.

Aus Neusser Sicht hätte man einer solchen Beteiligung einiges abgewinnen können, sagte Geerlings. Die RWE seien als Konzessionsnehmer der Stadtwerke schon länger Partner, Neuss, so Geerlings, ein klassisches RWE-Land. "Ich vermute, wir hätten nichts dagegen gehabt", sagt Geerlings. Etwas von ihren angestrebten Anteilen hätten die SWN aber nicht hergegeben. Neuss werde 25,1 Prozent der Anteile und damit eine Sperrminorität halten. "Insofern tangiert uns das Thema wenig."

(NGZ)