Stadtwerke Neuss rüsten rund 40.000 Geräte von Gaskunden um

Post an alle Neusser Haushalte : Stadtwerke rüsten rund 40.000 Geräte von Gaskunden um

Einige tausend Haushalte, die Gaskunden der Stadtwerke Neuss sind, bekommen demnächst Post.Mit ihnen kündigt das Unternehmen die Umstellung der Erdgasgeräte auf ein anderes Gas an.

Die ersten Briefe gehen noch in dieser Woche an Kunden in Hoisten, Weckhoven, Speck/Wehl und Helpenstein raus. Die Umrüstung ist gesetzlich vorgeschrieben und betrifft in Neuss insgesamt rund 40.000 Geräte, Heizungsanlagen wie Herde.

Zuständig für die Umstellung ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz nicht der Gaslieferant, der die Gasrechnung stellt, sondern der  Gasnetzbetreiber: Für das Neusser Netzgebiet sind das die Stadtwerke.

Neuss werde – wie der größte Teil Nordrhein-Westfalens – derzeit mit dem überwiegend aus niederländischen und deutschen Quellen stammenden niederkalorischem L-Gas (low calorific gas) versorgt, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Alexandra Hartig den Hintergrund. Diese Bestände gehen zwar langsam aber absehbar zurück. Die  Branche stellt daher die Versorgung auf das hochkalorische H-Gas (high calorific gas) um. Dessen Bestände sind gesichert.

Da H-Gas einen höheren Brennwert hat, müssen die Geräte technisch auf das andere Gas eingestellt werden.  Das wird in Neuss in zwei Phasen passieren. Den Anfang machen machen die Stadtteile Hoisten, Weckhoven, Speck/ Wehl und Helpenstein. Sie werden im Lafe des Jahres 2021 umgestellt. In der zweiten Phase folgen dann alle übrigen Stadtteile. Sie sind nach  derzeitiger Planung in 2025 an der Reihe.

Für die Erdgasumstellung sind mindestens zwei Termine vor Ort notwendig: In einem ersten Termin werden Art, Fabrikat und Alter der Geräte festgehalten – und wie sie umgestellt werden kann. „Eine reine Bestandsaufnahme“, sagt Hartig. Diese Erhebung startet in Neuss voraussichtlich im Frühjahr 2020. In einem zweiten Termin werden die Geräte dann angepasst.

Für die Stadtwerke stellt die Umrüstung eine große logistische Herausforderung dar. Der Versorger gibt deshalb einen Teil der Arbeit an Fremdfirmen ab. Es sei wichtig, dass auch diesen Zutritt gewährt wird, sagt Projektleiter Florian Krah. Über den jeweiligen Termin werden die Kunden vorab schriftlich informiert. 

(NGZ)
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