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Stadtwerke Neuss bereiten Erdgasgeräte auf Nutzung von H-Gas um

Vier Ortsteile im Neusser Süden : Stadtwerke stellen Gasgeräte auf Nutzung von H-Gas um

3400 Haushalte in vier Ortsteilen im Neusser Süden werden auf die Nutzung von „H-Gas“ vorbereitet. Die Umstellung erfolgt am 6. Juli. Die übrigen Ortsteile können erst im Jahr 2025 folgen.

(-nau) Bei rund 3400 Haushalten im Neusser Süden stehen ab Dienstag, 20. April, Hausbesuche an. Im Auftrag der Stadtwerke werden Fachfirmen  alle schon im Vorjahr erfassten Erdgasgeräte in Hoisten, Weckhoven, Speck und Wehl umstellen, damit diese ab dem 6. Juli sogenanntes H-Gas (Hochkalorisches Gas) verbrennen können  Nach diesem Tag kann es nach Darstellung von Stadtwerke-Mitarbeiter Florian Krah, einem der Projektverantwortlichen für die Umstellung, in diesen Orten nur noch zwei Zustände geben: Umgestellt oder abgesperrt.

Etliche der betroffenen Haushalte werden über die Gasübernahmestation Weckhoven versorgt. Sie ist eine der ersten Stationen, über die vom 6. Juli an H-Gas in das Neusser Netz eingespeist wird. Der Großteil der gut 35.000 Erdgaskunden der Stadtwerke wird vorerst weiter mit dem niedrigkalorischen L-Gas versorgt, das vor allem in den Niederlanden aber auch in Deutschland gefördert wird. Sie wurden schon darauf hingewiesen, dass die Umstellung ihrer Brenner auf das H-Gas, dessen Brennwert dank des höheren Methangehaltes zehn Prozent über dem von L-Gas liegt, erst im Jahr 2025 erfolgen kann.

Die Termine zur Umstellung setzen nicht alleine die Stadtwerke fest, sie müssen vielmehr mit dem Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) abgestimmt werden. Denn die Umstellung betrifft nicht nur die Stadtwerke, sondern alle lokalen Versorger. Hintergrund für den ganzen Aufwand ist, dass die L-Gas-Vorkommen allmählich zur Neige gehen. Die Vorräte an H-Gas, das zum Beispiel in Norwegen oder Russland gefördert wird, reichen hingegen noch für Jahrzehnte. 

In den betroffenen Haushalten wurde bereits geprüft, wie groß der technische Aufwand für die Umstellung im Einzelfall ist. „In den allermeisten Fällen muss lediglich die Düse gewechselt oder der Brenner auf das neue Gas eingestellt werden“, sagt Stefan Körfer, der mit Florian Krah das Projekt leitet. Lediglich bei einigen Geräten, die älter als 30 Jahre sind, sei ein Austausch erforderlich. Weil der Schalttermin fest vorgegeben ist, sei wichtig, dass die Monteure Zutritt zu den Geräten bekommen. Der Monteurbesuch wird daher schriftlich angekündigt.

(-nau)