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Stadtpalais und Kerzenlager: Fünf Fakten zum Stadtarchiv Neuss

Stadtpalais und Kerzenlager : Fünf Fakten zum Stadtarchiv in Neuss

1. Historie Das Stadtarchiv ist das älteste Kulturinstitut der Stadt Neuss. Urkundlich wird es erstmals im Jahr 1242 als „archivum publicum Nussie“ erwähnt. Seit 1961 wird das Archiv als eigenständige Einrichtung unter dem Dach der Stadtverwaltung geführt.

Interne Kennung: Amt 42.

2. Standort  Seit 1967 ist das Stadtarchiv im Haus Oberstraße 15 ansässig. Verwaltung, Lesesaal und Ausstellungsraum residieren in einem Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert, gebaut als Station der Thurn- und Taxis’schen Post. Das Magazin ist im Lager der ehemaligen Kerzenfabrik Overbeck untergebracht, die bis 1965 an der Oberstraße produzierte. 1908 gebaut, genügt seine Statik wie auch sein Raumklima auch modernsten Anforderungen an ein Archiv. 2009 wurde es ertüchtigt und bekam neue Fenster. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

3. Stadtgedächtnis  Seine besondere Stellung unter den Archiven des Rheinlandes verdankt Neuss auch seinen bis ins Mittelalter reichenden und fast lückenlosen Beständen. Die werden nach und nach über elektronische Findbücher digital erschlossen.

4. Vermittlung Die Bestände stehen Historikern zu Forschungszwecken zur Verfügung. Die jüngste so ermöglichte Doktorarbeit legte Nina Klewitz vor etwas über einem Jahr unter dem Titel „Von der christlichen Caritas zur öffentlichen Wohlfahrt“ über die Armenfürsorge in der Franzosenzeit vor. Das Archiv veröffentlicht aber in einer eigenen Schriftenreihe selbst zu stadtgeschichtlichen Themen.

5. Ausstellung Seit dem Jahr 2007 verfügt das Stadtarchiv über einen eigenen Ausstellungs- und Seminarraum. Noch bis Ende März ist dort die Ausstellung „Schokolade, Klömpkes und Cafés – das süße Neuss im Bild“ zu sehen. Diese Ausstellungsfläche könnte durch den Anbau für die Magazinerweiterung vergrößert werden. -nau