Stadtgarten in Neuss Eier-Entnahme wird ein Langzeitprojekt

Neuss · Der Abschuss der Kanadagänse im Stadtgarten ist – zumindest für die nächsten Jahre – vom Tisch. Stattdessen setzen die Verantwortlichen auf Eier-Entnahme. Ein erstes Fazit wurde am Montag gezogen. Doch wichtig ist der Zeitfaktor.

 In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden über Kanadagänse im Stadtgarten und Verunreinigungen. Das Aufkommen hat laut Stadt aber zuletzt nachgelassen.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden über Kanadagänse im Stadtgarten und Verunreinigungen. Das Aufkommen hat laut Stadt aber zuletzt nachgelassen.

Foto: Simon Janßen

War Oswald Causin etwa seiner Zeit voraus? Zu dieser scherzhaften Theorie könnte man in Anbetracht der Aktivitäten, die sich seit einigen Wochen regelmäßig im Neusser Stadtgarten abspielen, tatsächlich kommen. Im Jahr 1934 schuf der Künstler die bekannte Skulptur „Eierdieb“, die ein beliebtes Fotomotiv in der Grünanlage darstellt. Und nun, zig Jahre später, sind tatsächlich „Eierdiebe“ im Stadtgarten unterwegs. Allerdings ist diese Bezeichnung viel zu despektierlich, schließlich verfolgen die Ehrenamtler, die von der Stadt mit dieser speziellen Aufgabe betraut wurden, einen guten Zweck – nämlich die Population der Kanadagänse in dem Park einzudämmen. Und zwar auf wesentlich schonendere Weise als durch den Griff zum Gewehr, der lediglich als „Ultima Ratio“ (so sieht es ein Ratsbeschluss vor) anzusehen ist.

 Zwei Gänse-Eier werden bei der Entnahme stets übrig gelassen.

Zwei Gänse-Eier werden bei der Entnahme stets übrig gelassen.

Foto: Notpfote