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Neuss: Stadt will 23 Spielplätze schließen

Neuss : Stadt will 23 Spielplätze schließen

Von den stadtweit 261 Spielplätzen stehen 23 auf der Streichliste. Zu wenig frequentiert, zu alt, zu teuer im Unterhalt – das sind die die Gründe, warum die Verwaltung plant, einen Teil der Plätze für die Jüngsten aufzugeben.

Von den stadtweit 261 Spielplätzen stehen 23 auf der Streichliste. Zu wenig frequentiert, zu alt, zu teuer im Unterhalt — das sind die die Gründe, warum die Verwaltung plant, einen Teil der Plätze für die Jüngsten aufzugeben.

"In den vergangenen Jahren haben wir die Gesamtzahl der Spielplätze sukzessive erhöht", sagt Rudolf Westermann, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes. Nun müssten mit dem bestehenden Budget die Plätze erhalten und vereinzelt, etwa in Neubaugebieten auch neue geschaffen werden, die den wirklichen Bedarf decken. 133 000 Euro waren das bisher jährlich, für 2013 sind 150 000 Euro dafür veranschlagt.

Der größte Batzen geht für den Unterhalt drauf: Jede Woche kontrollieren Mitarbeiter der Stadt die Plätze. Dabei — in erster Linie indirekt über Abnutzungserscheinungen — ermitteln sie auch, wie stark die einzelnen Spielplätze benutzt werden. Dieser Faktor, sowie die Lage des Spielplatzes flossen in die Überlegungen mit ein, welche Plätze künftig abgebaut werden und lediglich als Spielflächen ohne Geräte erhalten bleiben sollen.

Westermann und sein Team haben dabei etwa auch ermittelt, wie viele Kinder in welchem Alter im jeweiligen Einzugsgebiet des Spielplatzes leben, sowie den nächstgelegenen Spielplatz als Alternative. Daran orientiert sich künftig auch die Reihenfolge, in der die Spielplätze abgebaut werden: "Dort wo eine Alternative direkt zur Verfügung steht, geht das sehr problemlos", sagt Westermann. Das sei etwa im Fall des Spielplatzes Yorkstraße (Alternative: Am Wannloch) der Fall, ebenso wie bei den Spielplätzen Hegelstraße und Altebrücker/Gierer Straße, wo sofort die Spielplätze August-Macke-Straße sowie Max-Ernst-Straße den Bedarf auffangen könnten. "Im Falle der Hegelstraße kommen auch noch die Spielplätze im angrenzenden Neubaugebiet in Allerheiligen hinzu", sagt Westermann. Es werde auch von Fall zu Fall entschieden, ob sich noch einzelne Spielgeräte von den zu schließenden Flächen für andere Plätze nutzen ließen.

Die ersten Spielplätze werden allerdings frühstens im Frühjahr geschlossen. Denn so lange dauert es, bis die Vorlage der Verwaltung die politischen Gremien passiert hat. Als erstes berät am Mittwoch, 5. Dezember, der Bezirksausschuss Rosellen über die Liste der Verwaltung, als letztes wird der Rat am 19. April über das Konzept beraten.

Welche Spielplätze schließen sollen, lesen Sie hier.

Hier geht es zur Infostrecke: Neuss: diese Spielplätze sollen schließen

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