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Neuss: Stadt vermietet Forst

Neuss : Stadt vermietet Forst

Aufgrund von Personalmangel bietet die Stadt in Zukunft kein geschlagenes und aufbereitetes Brenn- beziehungsweise Kaminholz mehr an. "Wir arbeiten die zurzeit noch ausstehenden Aufträge ab, nehmen aber keine neuen mehr an", sagt Rudolf Westermann, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes. "Zukünftig werden wir nur noch an Firmen einmalige Nutzungsrechte für den Stadtforst ausgeben."

Was jedoch mit dem geschlagenen Holz passiere, entscheiden die Firmen selbst. Ob sie es weiter für die Privathaushalte aufbereiten und als Brennholz anbieten werden, sei noch unklar.

In den vergangenen Jahren hatte die Stadt jährlich durchschnittlich 300 Raum-Schütt-Meter (RSM) Brennholz geschlagen. Ein RSM Eiche, Buche, Ahorn oder Birke kostete den Privatmann 40 Euro. Das Holz wurde direkt im jeweiligen Waldstück aufbereitet. Doch obwohl die Nachfrage nach Brennholz in den vergangenen Jahren gestiegen sei, habe das Grünflächenamt keine Möglichkeit mehr, diesen Service weiter zu leisten, sagt Westermann.

Fällungen im Rahmen von Umforstungen des rund 300 Hektar großen städtischen Forsts werden jedoch weiterhin vom städtischen Personal vorgenommen.

(NGZ)