Neuss: Stadt übernimmt Nordbad-Außengelände

Neuss : Stadt übernimmt Nordbad-Außengelände

Ein Pachtvertrag macht den Weg zur Vervollständigung des historischen "Weißenberger Parks" frei.

Die Stadt und die Stadtwerketochter "Neusser Bäder und Eissporthalle" (NBE) sind sich handelseinig. Der Pachtvertrag für fast 25.000 Quadratmeter Fläche, die vom Nordbad nicht mehr als Liegewiese benötigt werden, ist unterzeichnet. Das bestätigten gestern beide Seiten auf Anfrage. Damit wird der Weg frei, um den Nordpark zu vergrößern - und ein schon 2010 vom Initiativkreis Nordstadt gemeinsam mit den Further Schützen und dem Werbekreis vorgetragener Wunsch erfüllt.

Aber ganz so schnell ist man dann doch nicht. "Im Sommer soll es losgehen", berichtet Stadtwerkesprecher Jürgen Scheer. Für den Initiativkreis-Boss Jochen Goerdt heißt das im Umkehrschluss: "Damit ist auch dieses Jahr verloren."

Er hätte sich gewünscht, dass die Zäune schnell versetzt werden und die Neusser schon in diesem Sommer ausgedehntere Spaziergänge in jenem Teil der Stadt unternehmen können, der 1924 als Weißenberger Park angelegt worden war. Aber die Verwaltung scheine ja offenbar derart ausgelastet zu sein, sagt Goerdt, dass nicht einmal der Spazierweg parallel zur Neusser Weyhe, der neu angelegt wurde und längst fertig ist, freigegeben werden kann.

Dieser Weg gehört schon zu den Maßnahmen, mit denen die Stadt den bereits öffentlich zugänglichen Teil des Parks aufwerten will. Die Ideen dazu - wie auch für den Teil des "Liegewiesen-Parks" - stammen zum Teil vom Arbeitskreis Geschichte des Initiativkreises, der 2013 eine Art Blaupause für die Revitalisierung des historischen Parks vorlegte. Der im gleichen Jahr beschlossene "grüne Rahmen", der die Parkflächen an Wilhelmstraße und der Straße Am Kivitzbusch betrifft, ist bereits umgesetzt.

Was folgen soll, ist Stufe zwei des städteplanerischen Entwicklungskonzeptes. Für diesen so genannten "großen Wurf" hat der Initiativkreis angeregt, die nur noch in Abschnitten erhaltene Allee über das Parkgelände zu vervollständigen und das historische Tor zum Nordpark an altem Standort künstlerisch wiedererstehen zu lassen. Die Flächen dazu wären mit dem Pachtvertrag jetzt wieder verfügbar.

(-nau)
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