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Neuss: Stadt staffelt Kita-Beiträge noch einmal neu

Neuss : Stadt staffelt Kita-Beiträge noch einmal neu

Die Stadt rudert angesichts massiver Kritik an der geplanten Erhöhung der Kita-Beiträge zurück. Im Jugendhilfeausschuss will die Verwaltung nun eine neuer Fassung ihrer nun "aufkommensneutralen" Beitragstabelle vorstellen.

Die soll im Bereich der Betreuung der Unterdreijährigen zwar immer noch Erhöhungen enthalten, die Kosten fallen jedoch moderater aus.

Außerdem wurden die Erhöhungen für die älteren Kita-Kinder zurückgenommen, für die Überdreijährigen bleiben die Beiträge in etwa gleich. "Für den ursprünglichen Vorschlag der Gebührenerhöhung hätte es im Rat keine Mehrheit gegeben", sagt Bürgermeister Herbert Napp in Anspielung auf den Zwist zwischen FDP und CDU, in dem die Liberalen vehement gegen die Erhöhung gestritten hatten.

Kritikpunkt vieler Eltern war auch die Tatsache, dass über die Beitragserhöhung der städtische Haushalt entlastet werden sollte. Das ist nun vom Tisch — was aber zur Folge hat, dass der Stadt zur Konsolidierung der Finanzen in diesem Jahr 200 000 Euro, im nächsten sogar 500 000 Euro fehlen werden. "Mein Vorschlag ist die Erhöhung der Gewerbesteuer", sagt Bürgermeister Napp, der damit ein in der schwarz-gelben Koalition ebenfalls umstrittenes Thema anspricht, denn die FDP ist gegen eine neuerliche Steuererhöhung.

In der neuen Beitragstabelle sind es vor allem Eltern von Kleinkindern unter zwei Jahren, die mehr bezahlen müssen. "Grund ist der höhere Aufwand für die Betreuung", erläutert Sozialdezernent Stefan Hahn, der für diese Familien die Kindertagespflege empfiehlt, für die die Verwaltung die Beiträge für alle Einkommensgruppen senken möchte.

Wird das U2-Kind in der Kita betreut, müssen laut neuer Tabelle beispielsweise in der Einkommensklassse bis 35 000 Euro 183 statt bislang 170 Euro für eine 45-stündige Betreuung bezahlt werden. Der vorherige Entwurf hatte in dieser Kategorie noch 201 Euro vorgesehen. Wird das Kind in dieser Einkommensstufe zwei Jahre alt, ist der Beitrag sogar günstiger als zuvor, für Überdreijährige bleibt er weitgehend gleich.

(NGZ/rl)