Neuss: Stadt setzt bei der Grünpflege jetzt auf Elektronik

Neuss: Stadt setzt bei der Grünpflege jetzt auf Elektronik

Ein wenig erinnern sie an die Gerätschaften der Ghost Busters. Schließlich mussten sich die Geisterjäger, die in den 1990er Jahren die Kinosäle füllten, vor ihren Einsätzen auch spezielle Rucksäcke umschnallen. Zugegeben, mit Geisterjagd hat das, was die Mitarbeiter des Amtes für Umwelt und Stadtgrün so machen, rein gar nichts zu tun. Begeisterung über die neuen Gerätschaften gibt es dennoch.

Bislang wurden die rund 1000 Hektar öffentlichen Grünflächen, für die das Amt zuständig ist, ausschließlich mit Maschinen gepflegt, die überwiegend mit Verbrennungsmotoren betrieben werden. Der Einsatz dieser Gerätschaften ist jedoch verbunden mit Abgasen und Lärm.

Um diese Belastung zu reduzieren, setzen die Verantwortlichen jetzt auf Akkutechnologie. Insgesamt wurden zwölf Geräte angeschafft, die nicht nur leiser und leichter sind, sondern auch keine Abgase produzieren - darunter sind Heckenscheren, Freischneider und Laufgebläse. Zum Einsatz kommen sollen sie in der Innenstadt und auf dem Kinderbauernhof in Selikum. "Dabei geht es auch um das Thema Arbeitsschutz", sagt Umweltdezernent Matthias Welpmann, der betont, dass die Mitarbeiter dank der Gerätschaften keinen Abgasen mehr ausgesetzt sind. "Einen Hörschutz brauchen wir auch nicht mehr", sagt Grünpfleger Marcel Schulz.

Rund 12.000 Euro habe die Anschaffung der Geräte gekostet. Ob das Amt für Umwelt und Stadtgrün irgendwann ausschließlich auf Elektronik zurückgreift, hängt davon ab, ob die Testphase erfolgreich verläuft. "Wir wollen zunächst schauen, ob die Angaben des Herstellers der Realität entsprechen", sagt Frank Lammerz.

(jasi)